25 Haziran 2012 Pazartesi

EINLEITUNG


Der menschliche Körper ist die komplizierteste Maschine der Welt. Wir sehen, hören, atmen, gehen und laufen mit ihm und können sogar darüber Freude ausdrücken. Die Knochen, Muskeln, Arterien, Venen und inneren Organe unseres Körpers besitzen einen fantastischen Bauplan. Wenn wir diesen Bauplan genauer betrachten, so entdecken wir Erstaunliches. Auch wenn sich unsere verschiedenen Körperteile stark zu unterscheiden scheinen, so bestehen doch alle Teile aus ein und demselben Material: den Zellen

 
Wir erschufen euch. Warum wollt ihr dann die Wahrheit nicht annehmen?
Was meint ihr? Was bei euch an Samen austritt? Habt ihr es erschaffen oder sind Wir die Schöpfer?
(Quran, 56:57-59)
 
 
Die Zellen sind die Bausteine, aus denen unser gesamter Körper aufgebaut ist. Jede einzelne Zelle ist nur ein tausendstel Millimeter klein. Einige dieser Zellen verbinden sich und formen unsere Knochen, andere bilden unser Nervensystem, wieder andere unsere Leber, unsere Magenschleimhaut, die Haut unseres Körpers oder die Hornhaut in unserem Auge. Jede einzelne Zelle hat genau die Größe und Form, die exakt den Anforderungen des jeweiligen Körperteils entspricht.

Wie und wann begann die Existenz dieser Zellen, die so unterschiedliche Funktionen übernehmen?
Die Antwort auf diese Frage führt uns zu einem Vorgang, bei dem jeder Augenblick voller Wunder steckt. Alle etwa 100 Billionen Zellen, aus denen Ihr Körper heute besteht, stammen aus der Teilung einer einzigen Zelle. Diese einzelne Zelle, die die gleiche Struktur wie alle anderen Zellen in Ihrem heutigen Körper hatte, entstand aus der Vereinigung der Eizelle Ihrer Mutter und der Samenzelle Ihres Vaters.
Im Quran bezieht sich Allah an einigen Stellen auf die Wunder der Erde und des Himmels und an einigen Stellen auch auf die Wunder der Entstehung des Lebens als Zeichen Seiner Existenz. Eines dieser wichtigen Zeichen ist Seine wundervolle Schöpfung des Menschen.

Allah weist uns Menschen in vielen Versen an, unsere eigene Schöpfung zu betrachten, damit wir zu verstehen beginnen. Er erklärt im Detail, wie der Mensch entsteht und welche Stadien er durchläuft. In der 56. Sure (al-Waqi'a) sagt Er über die menschliche Schöpfung:

Wir erschufen euch. Warum wollt ihr dann die Wahrheit nicht annehmen? Was meint ihr? Was bei euch an Samen austritt? Habt ihr es erschaffen oder sind Wir die Schöpfer? (Quran, 56:57-59)

Der menschliche Körper, der aus 60 - 70 Kilogramm Fleisch und einer Menge Knochen besteht, war ursprünglich in einem Tropfen Flüssigkeit enthalten. Sicherlich ist es ein Wunder, dass ein intelligenter, fühlender Mensch, der sprechen und hören kann und der eine bemerkenswert komplexe physische Struktur aufweist, aus nur einem Tropfen Flüssigkeit entsteht. Diese Entwicklung ist gewiss kein Resultat zufälliger Ereignisse, sondern vielmehr ist es ein bewusster Schöpfungsprozess.

EIN WUNDERVOLLES SYSTEM, DURCH DAS NEUES LEBEN ENTSTEHT


Der Fortbestand der menschlichen Rasse in dieser Welt ist durch unser perfekt funktionierendes Fortpflanzungssystem möglich. Die Körper von Mann und Frau unterscheiden sich in der Funktion Ihrer Fortpflanzungssysteme erheblich voneinander. Doch diese unterschiedlich funktionierenden Systeme ergänzen sich perfekt und erzeugen einen neuen Menschen, der in diese Welt geboren wird. Die Grundelemente hierzu werden vollkommen unabhängig in zwei verschiedenen menschlichen Körpern produziert und es geschieht eines der größten Wunder der Erde: ein neuer Mensch entsteht…
Er ist es, Der euch in den Mutterschößen bildet, wie Er will. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Erhabenen, dem Weisen!
(Quran, 3:6)

Damit dieses Wunder geschehen kann, beginnen die Vorbereitungen hierfür bereits viele Jahre früher. Zunächst einmal müssen die männlichen und weiblichen Fortpflanzungszellen ihre Funktion aufnehmen. Dies geschieht bei jedem Menschen während der Pubertät. Die wichtigste Rolle bei diesem Prozess spielt sicherlich das Hormonsystem, das unter Leitung des Gehirns eine Verbindung zwischen den Zellen aufbaut.
Allah hat im Menschen ein System erschaffen, bei dem die Steuerung aller Bedürfnisse des Körpers und seiner Entwicklung vom Gehirn kontrolliert wird. Das Gehirn empfängt Meldungen von den Organen. Es wertet sie aus und sendet die entsprechenden Antworten in kürzester Zeit an die jeweilige Körperregion. Bei diesem Vorgang überbringt das Hormonsystem die Informationen. Allah hat im menschlichen Körper ein perfektes Kommunikationssystem erschaffen. Die Meldungen werden von Molekülen, den so genannten „Hormonen“, getragen, die eine Art Postbotenfunktion übernehmen. Genau wie ein Postbote, der seine Briefe in der ganzen Stadt an die richtige Adresse liefert, tragen Hormone die Befehle des Gehirns zu den entsprechenden Zellen. Auf diese Weise werden alle notwendigen Funktionen für das menschliche Leben im Körper aktiviert.

An dieser Stelle sollten wir jedoch bedenken, dass Hormone nicht wie ein Mensch über Bewusstsein verfügen. Sie wissen weder, welche Botschaft sie tragen, noch, wohin sie diese tragen sollen und auch nicht, auf welchem Weg sie übermittelt werden soll. Sie wurden nicht ausgebildet und konnten auch keine Erfahrung durch jahrelanges Üben sammeln. Die Hormone, die wir als Postboten bezeichnet haben, bestehen aus Molekülen, die in äußerst komplexen Formeln beschrieben werden können. Es ist sicherlich ein großes Wunder, dass ein Molekül seinen Weg findet und seine Botschaft übermittelt, dass es die richtige Botschaft an der richtigen Zelle abliefert, dass es sich in der vollkommenen Dunkelheit des menschlichen Körpers nicht verläuft, der millionenfach größer ist als es selbst und dass es seine Aufgabe ohne Schaden zu nehmen fehlerfrei ausführt. Dieses Beispiel allein ist Beweis für die außerordentlichen Systeme, mit denen Allah unseren menschlichen Körper ausgestattet hat.


Die Steuerzentrale des Hormonsystems ist der Hypothalamus. Die Abbildung zeigt die Verbindungen zu anderen Teilen des Gehirns.
Die Funktion des Hormonsystems eines Menschen beginnt bereits, wenn er sich noch im Bauch seiner Mutter befindet und endet erst mit seinem Tod. Auch die Funktion der Fortpflanzungsdrüsen wird von Hormonen ausgelöst. Anders als bei anderen Körperteilen beginnt die Ausschüttung der Hormone, die die Fortpflanzungsdrüsen anregen, erst in der Pubertät. Der Hypothalamus, ein kleiner Teil des Stammhirns, dient als Steuerzentrale des Hormonsystems. Während der Pubertät beginnt der Hypothalamus, die Meldung an die Hirnanhangdrüse zu senden, dass die Fortpflanzungsorgane ihre Funktion aufnehmen sollen.

Auch hier sollten wir uns ein weiteres Wunder bewusst machen. Der Hypothalamus kennt die Entwicklung des menschlichen Körpers, er weiß z. B. wie alt die Person ist und ob die Person körperlich weit genug entwickelt ist, dass das Fortpflanzungssystem seine Funktion aufnehmen kann. Der Hypothalamus führt seine Aufgabe bewusst durch. Anders ausgedrückt, berücksichtigt der Hypothalamus die Zeit, wann die Person erwachsen wird und sendet die entsprechenden Befehle an die verschiedenen endokrinen Drüsen im Körper. Er sendet die Meldungen (Hormone) genau zur richtigen Zeit an die Fortpflanzungsorgane und stellt so sicher, dass die für den Fortbestand der menschlichen Rasse unerlässliche Entwicklung beginnt. Und dies trifft nicht nur auf den Hypothalamus einer einzelnen Person zu. Gerade in diesem Moment führen die Hypothalamusse von Millionen Jugendlicher auf der Erde exakt diese Funktion in der gleichen Art und Weise und fast zur gleichen Zeit aus.

Wir sollten einmal darüber nachdenken, dass dieses Stück Fleisch, das nur so groß ist wie ein Stück Würfelzucker, die Zeit berechnen und dementsprechend Anweisungen geben kann. Wie führt der Hypothalamus solche Berechnungen durch? Hat jemand dem Hypothalamus gesagt, was er tun muss oder hat er das selbst herausgefunden? Woher weiß der Hypothalamus, dass die Fortpflanzungsdrüsen sich entwickeln müssen, damit ein neuer Mensch geboren werden kann? Woher weiß er, dass ein bestimmtes Hormon zu einer bestimmten Zeit ausgeschüttet werden muss? Und woher weiß er, welches der vielen Hormone, die er produziert, das Fortpflanzungssystem genau zur richtigen Zeit anregt? Kann er vorausschauend für die Zukunft planen und die entsprechenden Vorbereitungen treffen, um den Plan auszuführen? Warum wartet er genau so lange, nicht kürzer oder länger, bis der Mensch körperlich zur Fortpflanzung bereit ist?

Es übersteigt unsere Vorstellungskraft, dass dieses Stück Fleisch ohne Augen, Ohren und Gehirn wie ein intelligentes Wesen handelt und die Zellen anleitet.

Weder der Zufall noch eine andere Kraft machen dem Hypothalamus die Zeit bewusst. Die hohe Intelligenz, die ihm seine besondere Aufgabe verleiht, kommt von Allah. Es ist Allah der Allwissende, Der dieses kleine Stück Fleisch inspiriert und ihm sagt, was es zu tun hat. Dass alles in Gottes Hand liegt, wird in folgendem Vers erklärt:

... Und Allah wacht über alle Dinge. (Quran, 33:52)

Wenn Sie die folgenden Seiten lesen, sollten Sie sich diese Tatsache immer vor Augen führen.
Hormone können Geschlechter unterscheiden

Der Hypothalamus unternimmt die ersten Schritte, die notwendig sind, damit ein Mann oder eine Frau in die Pubertät eintritt. Dafür sendet er GnRH-Hormone (Gonadotropin-Releasing Hormone) über die Blutbahn an die Hirnanhangdrüse. Die Hirnanhangdrüse nimmt daraufhin ihre Funktion auf und schüttet Hormone zur Aktivierung der Fortpflanzungsorgane aus. Dies sind die LH-(luteinisierenden) Hormone und die FSH-(follikelstimulierenden) Hormone. Jedes dieser Hormone wird sowohl bei Männern als auch bei Frauen ausgeschüttet, doch ihre Wirkung ist unterschiedlich. Arthur C. Guyton, John E. Hall, Textbook of Medical Physiology, 10th ed., Harcourt International Ed., PA, 2000, pp. 918, 929 

Es ist erstaunlich, dass die gleichen Hormone bei Männern und Frauen vollkommen unterschiedliche Wirkungen haben. Das FSH-Hormon regt beispielsweise bei Frauen die Produktion der Eizellen an, bei Männern regt das Hormon die Produktion der Samenzellen an. Das LH-Hormon bewirkt bei Frauen, dass sich die Eizelle auf den Weg in den Uterus (die Gebärmutter) begibt und dass ein weiteres Hormon, das Progesteron, vom weiblichen Fortpflanzungssystem ausgeschüttet wird. Progesteron hilft bei der Vorbereitung der Gebärmutter für das Baby. Das gleiche Hormon erfüllt beim Mann eine vollkommen andere Funktion, es regt nämlich die Zellen an, das Hormon Testosteron auszuschütten. Testosteron erzeugt die männlichen Charaktereigenschaften und gewährleistet die Produktion der Samenzellen.

Es ist hochinteressant, dass die gleichen Hormone mit exakt der gleichen Formel in verschiedenen Körpern hergestellt werden und solch unterschiedliche Auswirkungen haben.
Ein Hormon im männlichen Körper weiß, dass es zu einem Mann gehört und löst die entsprechenden Veränderungen aus. Testosteron fördert beispielsweise den Muskelaufbau im männlichen Körper, es macht die Stimme tiefer und lässt den Bart wachsen.
Und wollen sie denn nicht das Reich der Himmel und der Erde und alle Dinge, die Allah erschaffen, betrachten (und bedenken), dass ihre Frist schon fast abgelaufen ist? Und an welche Botschaft nach dieser wollen sie wohl glauben?
(Quran, 7:185)


Wenn dieses Hormon mit genau dem gleichen Aufbau im weiblichen Körper ausgeschüttet wird, so hat es dort fast die gegensätzliche Wirkung. Ein Hormon, das einer Frau ihre weibliche Stimme und einem Mann seine männliche Stimme verleiht und das die Entwicklung des Körpers entsprechend dem Geschlecht veranlasst, kann zwischen der Anatomie und der Chemie des männlichen und weiblichen Körpers unterscheiden. Die Tatsache, dass ein Hormon über ein solches Wissen verfügt, bedeutet wohl, dass es intelligent ist und Anweisungen erhält.

EINE PERFEKTE ARMEE MACHT SICH AUF DEN WEG


Stellen Sie sich eine riesige Armee vor, die aus Millionen von Soldaten besteht. Sie bewegt sich auf ein Ziel zu, trifft unterwegs auf Hindernisse und tödliche Gefahren, doch trotz aller Schwierigkeiten gibt diese Armee nicht auf. Die Strecke, die die Soldaten bis zu Ihrem Ziel zurücklegen müssen, ist hunderttausend Mal größer als sie selbst. Natürlich benötigt eine solch riesige Armee, die auf einen so schwierigen Weg ausgesendet wird, Führung und Ausrüstung, um das Ziel zu erreichen.

Diese riesige Armee aus 300 Millionen Soldaten befindet sich im männlichen Körper. Die Soldaten sind die Spermien. Jedes einzelne Spermium ist etwa ein hundertstel Millimeter groß. Ihre Aufgabe ist, die Eizelle zu erreichen. Dafür müssen sie einen sehr weiten Weg zurücklegen.

Von den 300 Millionen Spermazellen, die gleichzeitig auf den Weg geschickt werden, erreichen nur die stärksten Eintausend die Eizelle. Von diesen gewinnt nur eine einzige das Rennen und befruchtet die Eizelle. Doch bevor das Spermium in dieses Rennen geschickt wird, muss es zunächst in den männlichen Fortpflanzungsorganen weit reisen und verschiedene Stadien bis zur Reifung durchlaufen. Bei diesem Reifeprozess haben die Spermien zahlreiche Helfer.
So ist Allah, euer Herr. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge. So dient Ihm alleine. Er ist der Hüter aller Dinge.
(Quran, 6:102)
Die Entwicklung der Spermien

Um die Eizelle zu befruchten, werden etwa 200 - 300 Millionen Spermazellen auf die Reise vorbereitet. Die Anzahl ist enorm, doch es gibt einen guten Grund dafür. Wie wir später noch genauer sehen werden, sterben viele Spermien, die den Körper der zukünftigen Mutter erreichen, unterwegs, und die Anzahl der Spermien, die die Eizelle erreichen, ist sehr gering. Daher mindert die ernormeenorme Zahl der Spermien das Risiko, dass die Eizelle nicht befruchtet wird. Diese Armee von Millionen einzelner Spermien wird im männlichen Fortpflanzungsorgan, den Hoden, produziert. Die Spermien durchlaufen während Ihrer Entwicklung in den Hoden zahlreiche Stadien. Um zu überleben, muss der Ort, an dem die Spermien gebildet werden, kühl sein. Die normale Körpertemperatur des Menschen beträgt 37°C. Diese Temperatur würde die Spermien abtöten, daher können die Spermien nicht innerhalb des Körpers überleben. Daher befinden sich auch die Hoden außerhalb des Körpers. Das besondere Design, nach dem Allah den männlichen Körper erschaffen hat, weist den Spermien einen speziellen Ort für ihre Produktion zu.

Die Hoden bestehen aus einem System winziger Röhren. Dieses Röhrensystem nimmt einen recht großen Raum ein. So können sich Millionen von Spermien rasch entwickeln und vor Ort gelagert werden. Der Grund, warum die Spermien rasch produziert und gelagert werden müssen, ist einleuchtend, wenn wir bedenken, dass für die Befruchtung einer Eizelle 200 – 300 Millionen Spermien hergestellt werden müssen.
Betrachten wir die riesige Anzahl produzierter Spermien, so können wir die Hoden durchaus mit Miniaturfabriken vergleichen. Für die Spermienproduktion verfügen sie über fast 1000 winzige Röhren mit einer Gesamtlänge von ca. 500 Metern. Diese kleinen Röhren werden „Tubuli seminiferi“ genannt. Jedes Röhrchen ist etwa 50 cm lang und enthält die primären Spermazellen, aus denen sich schließlich die Spermien bilden. Arthur C. Guyton, John E. Hall, Textbook of Medical Physiology, 10th ed., Harcourt International Ed., PA, 2000, p. 916


Die männlichen Hoden, die männlichen Fortpflanzungsorgane, ihre Position im Körper, ihre Fähigkeit zur Fortpflanzung und ihr innerer Aufbau sind ein wundervolles Beispiel für das perfekte Design des Körpers.

Rechts ist das System der kleinen Kanälchen zu sehen, aus denen die Hoden bestehen (Tubuli seminiferi). Diese winzigen Röhren enthalten die primären Spermazellen, aus denen später die Spermien entstehen. Die Abbildung oben zeigt das Hodenläppchen.
Die Tubuli seminiferi sind gefüllt mit spermabildenden Zellen (Spermatogonien) in verschiedenen Entwicklungsstadien. Später beginnen diese Zellen, sich zu vervielfältigen, zunächst durch Mitose und dann zweimal durch Meiose. Wie wir im letzten Kapitel erläutert haben, muss sich die primäre Spermazelle vor der Befruchtung durch Meiose teilen und die Anzahl der Chromosomen halbieren, so dass das Baby 23 Chromosomen vom Vater erhält.

Am Ende der Teilungen sind aus einer Zelle vier Zellen entstanden, die Spermatiden, die jedoch so noch nicht in der Lage sind, die Eizelle zu befruchten. Damit diese kugelförmigen Zellen mit 23 Chromosomen ihre Befruchtungsaufgabe erfüllen können, müssen sie sich noch weiter verändern.

Eine Zellgruppe wurde bereitgestellt, um diese besondere Aufgabe im männlichen Fortpflanzungssystem auszuführen und genau zur passenden Zeit bei der Entwicklung der Spermatidenzellen zu helfen. Innerhalb von zwei bis drei Wochen wird jede Spermatidzelle nach der Meiose von den „Helferzellen“ (Sertoli-Zellen), die sie umgeben, in ihrem Aufbau verändert. Die Sertoli-Zellen unterstützen und ernähren die unreifen Spermazellen, indem sie sie mit Nährstoffen, Hormonen und Enzymen versorgen, die für die Veränderungen der Spermatiden notwendig sind.  Im letzten Stadium des Prozesses bilden sich die Eigenschaften eines voll entwickelten Spermiums heraus, der Schwanz, der Kopf und das Akrosom, der Teil des Kopfes, der mit Enzymen gefüllt ist. (Detaillierte Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Das Spermium trifft auf die Eizelle". )

Alle Veränderungen werden von den Sertoli-Zellen bewirkt, die sich in den Wänden der Hodenkanälchen befinden. Diese Zellen haben zytoplasmatische Fortsätze und sind recht groß. Die Sertoli-Zellen halten die sich entwickelnden Spermatiden fest und stellen so sicher, dass sie mit dem Zytoplasma verbunden sind. Auf diese Weise versorgen sie die Spermatiden mit Nahrung und überwachen die Entwicklung. Arthur C. Guyton, John E. Hall, Textbook of Medical Physiology, 10th ed., Harcourt International Ed., PA, 2000, p. 916

Während dieses Prozesses, den wir hier kurz beschrieben haben, geschieht ein wahres Wunder. Das Spermium, das den Fortbestand der menschlichen Rasse sichert, bildet sich mithilfe der Sertoli-Zellen, die lediglich aus Proteinen und Nukleinsäuren bestehen. Denken wir einen Moment darüber nach. Die Sertoli-Zelle ist eine Zelle ohne Intelligenz und Bewusstsein, ohne Augen, Ohren oder Gehirn. Dennoch gibt sie sich selbst für einen solchen Zweck hin. Das ist ein wahres Wunder. Die Tatsache, dass dies geschieht, ist ein deutlicher Beweis dafür, dass die Zelle unter Leitung einer höheren Intelligenz handelt. Ein weiterer der unzähligen Beweise für das perfekte Design des menschlichen Körpers ist die Tatsache, dass diese Zellen sich genau am richtigen Ort befinden (d. h. in den Hodenkanälchen, wo sich die Spermien entwickeln ) und dass sie genau die erforderlichen Eigenschaften besitzen (sie sind z. B. größer als die Spermatiden ). Allah hat jeder der ca. 100 Billionen Zellen, aus denen der menschliche Körper besteht, einen eigenen Platz zugewiesen. Er hat jeder Zelle die Eigenschaften verliehen, die sie braucht und Er hat jeder den Instinkt eingegeben, ihre Aufgabe perfekt zu erfüllen. Wie uns im Quran mitgeteilt wird:
... Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst. Siehe, meines Herren Weg ist gerade. (Quran, 11:56)

 
Die Hodenkanälchen (oben sehen Sie eine detaillierte Strukturabbildung) ermöglichen die Spermienbildung Rechts: Querschnitt eines Hodenkanälchens unter dem Elektronenmikroskop. Links: Struktur des Hodenkanälchens mit sich entwickelnden Spermazellen in verschiedenen Stadien.


Die Hodenkanälchen (oben sehen Sie eine detaillierte Strukturabbildung) ermöglichen die Spermienbildung Rechts: Querschnitt eines Hodenkanälchens unter dem Elektronenmikroskop. Links: Struktur des Hodenkanälchens mit sich entwickelnden Spermazellen in verschiedenen
Ein zusammenhängendes System

Im letzten Abschnitt haben wir über die Rolle der Sertoli-Zellen bei der Umwandlung der Spermatiden in Spermien gesprochen. Welche physikalische Kraft aktiviert diese Zellen und erklärt ihnen ihre Aufgabe, nämlich die Spermatiden zu ernähren und deren Entwicklung zu überwachen?

Den Anstoß für ihre Arbeit erhalten die Sertoli-Zellen von dem follikelstimulierenden Hormon (FSH), das wir bereits in einem früheren Kapitel erwähnt haben. Dieses Hormon wird vom Hypophysenvorderlappen ausgeschüttet und stimuliert die Sertoli-Zellen. Wird dieses Hormon nicht ausgeschüttet oder gelangt es nicht zum entsprechenden Körperbereich, können keine Spermien produziert werden. Werden die Sertoli-Zellen angeregt, beginnen sie damit, ein Hormon namens Östrogen auszuschütten, das für die Spermienproduktion unerlässlich ist. Eine andere Zellenart, die die Spermienproduktion beeinflusst, ist die so genannte „Leydig“-Zelle. Sie befindet sich zwischen den Hodenkanälchen. Diese Zellen produzieren ein weiteres Hormon, das zur Spermienbildung benötigt wird. Das LH (luteinisierendes Hormon) wird vom Hypophysenvorderlappen ausgeschüttet und stimuliert die Leydig-Zellen. Danach beginnen die Leydig-Zellen mit der Produktion des Hormons Testosteron. Testosteron bewirkt das Wachstum der Fortpflanzungsorgane, die Entwicklung verschiedener Drüsen dieser Organe und die Entwicklung der typisch männlichen Eigenschaften. Darüber hinaus ist es das wichtigste Hormon für die Spermienbildung.
Die Abbildung zeigt die Entwicklungsstadien des Spermiums in den Hodenkanälchen. Die Tubuli seminiferi sind gefüllt mit spermabildenden Zellen (Spermatogonien) in verschiedenen Entwicklungsstadien. Während des Teilungsprozesses entstehen hieraus die so genannten „Spermatiden“. Am Ende des Prozesses bilden sich Kopf und Schwanz des Spermiums heraus. Nach diesen komplexen Vorgängen ist die Entwicklung der männlichen Fortpflanzungszellen, in denen die notwendigen menschlichen Informationen gespeichert sind, vollendet.

Die Sertoli-Zellen haben noch weitere Aufgaben, z. B. die Proteinproduktion. Dieses Protein transportiert die Hormone Östrogen und Testosteron zu einer Flüssigkeit in den Hodenkanälchen. Arthur C. Guyton, John E. Hall, Textbook of Medical Physiology, 10th ed., Harcourt International Ed., PA, 2000, p. 1005

Auch die Leydig-Zellen haben eine zweite Aufgabe. Die Spermien benötigen Energie, um sich bewegen zu können. Die Leydig-Zellen produzieren Fruktose, die sie als Energiequelle an die Spermien liefern. (Auf dieses wichtige Thema gehen wir später noch genauer ein.)

Wie wir sehen, trägt das Hormonsystem in perfekt organisierter Weise zur Entwicklung des Fortpflanzungssystems bei, genau so wie es auch in anderen Körperteilen seine Aufgabe erfüllt. Jedes Hormon versteht sofort die Botschaft und reagiert entsprechend. Zum Beispiel sendet die Hirnanhangdrüse zu gegebener Zeit Befehle an unterschiedliche Zellen in den Hoden und informiert sie über ihre Aufgaben, die sie in den Organen und Geweben erfüllen sollen. Dabei wird die Hirnanhangdrüse selbst von einem anderen Bereich des Gehirns, dem Hypothalamus, stimuliert.

Die erste Phase der Entstehung eines Menschen ist davon geprägt, dass die von Hormonen übermittelten Botschaften richtig verstanden und die Befehle exakt ausgeführt werden. Wie erkennen Zellen und Moleküle die von Hormonen transportierten Meldungen und reagieren darauf? Woher kennen sie den chemischen Aufbau und woher wissen sie, was sie tun müssen?

Die Tatsache, dass die Sertoli- und Leydig-Zellen auf Befehl der Hirnanhangdrüse (die sich weit von ihnen entfernt befindet, die sie nie gesehen haben und die eine vollkommen andere Struktur aufweist) ihre Aufgabe ausführen und die Spermienproduktion unterstützen sowie die Tatsache, dass diese Zellen ohne diesen Befehl überhaupt keine Funktion ausführen würden, lassen sich unmöglich mit rein zufälligen Abläufen erklären.
Hormone können unmöglich ihre speziellen Eigenschaften einer Reihe von Zufällen verdanken, denn eine Störung oder eine Unterbrechung in nur einer einzigen Stufe des Systems würde unweigerlich den gesamten Prozess beeinflussen. Wenn nur ein Element dieses Systems defekt ist, so ist die Funktion des gesamten Systems gestört. Wenn z. B. die Sertoli-Zelle nicht die Bedeutung des FSH-Hormons kennen würde, das von der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet wird, und selbst kein Östrogen produzieren würde, könnten sich keine Spermien bilden. Oder wenn die Leydig-Zellen keine oder nicht genügend Fruktose liefern würden, dann würde das Spermium, auch wenn es ansonsten reif ist, absterben, nachdem es die Gebärmutter erreicht, da es keine Nahrung findet und die Eizelle nicht erreichen kann. Somit könnte keine Befruchtung stattfinden.
Diese Situation zeigt eine klare Realität. Allah hat die Verbindungen zwischen den Organen und Zellen hergestellt. Er weist die Hirnanhangdrüse, den Hypothalamus, die Leydig- und Sertoli-Zellen, kurz, jedes Element dieses Prozesses an, so zu agieren, dass die Produktion von Spermien im männlichen Körper gewährleistet wird. Er gibt ihnen die Fähigkeit, sich gegenseitig zu verstehen. Alles geschieht auf Allahs Befehl. Wie wir im Quran lesen:

Er lenkt alle Dinge – vom Himmel bis zur Erde… (Quran, 32:5)
Andere Strukturen, die den Spermien helfen, ihr Ziel zu erreichen


Bei der Spermienproduktion spielen zahlreiche zusammenhängende Systeme in den Hoden eine Rolle. Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt der komplizierten inneren Struktur eines Hodens. Trotz der komplexen Struktur des menschlichen Körpers gibt es ein perfektes Zusammenspiel zwischen Organen und Zellen. Dank dieses Zusammenspiels werden die Körperfunktionen ausgeführt. Nur ein einziger Teil dieses Systems zur Herstellung von Spermien zeigt uns die Perfektion des Körperaufbaus.
Ein weiteres Element des Fortpflanzungssystems, „Epididymis“ (Nebenhoden) genannt, hilft den sich bildenden Spermazellen bei der Fortbewegung und somit bei der Befruchtung der Eizelle. Der Nebenhoden liegt lose an der Außenseite der Hoden und ist ein stark gewundener Kanal von etwa sechs Metern Länge. Einige Spermien werden vor ihrer Reise eine Zeit lang in den Nebenhoden gelagert. Dann bewegen sich die Spermien in Richtung eines Verbindungskanals, dem „Samenleiter (Vas deferens)“, einer langen Röhre, die von den Nebenhoden in die Beckenhöhle reicht. Die Spermien können in dieser Röhre längere Zeit gelagert werden, ohne die Fähigkeit zu verlieren, die Eizelle zu befruchten. Wenn die Zeit reif ist, verlassen die Spermien den Samenleiter und machen sich auf die lange Reise zur Eizelle im weiblichen Körper. Vander, Sherman, Luciano, Human Physiology, p. 654

Damit die Spermien in der Lage sind, die Eizelle zu befruchten, benötigen sie weitere Helfer, die ihnen alles liefern, was sie auf ihrer schwierigen Reise benötigen und was ihnen hilft zu überleben. Einer dieser Helfer ist die Prostata. Auf jeder Seite der Prostata befinden sich zwei Drüsen, die so genannten „Samenbläschen“. Diese Drüsen produzieren eine spezielle Flüssigkeit, die die Spermien auf ihrer Reise begleiten.

DIE ENTWICKLUNG EINES MENSCHEN AUS EINER ZELLE


Die Umwandlung beginnt: Die drei Stadien des Babys im Bauch der Mutter

Wie wir gesehen haben, stellt jede Phase, von der Spermienbildung und der Eizellenentwicklung bis hin zur Vereinigung der beiden Zellen, ein wahres Wunder dar. Die Entwicklungen nach dieser Vereinigung und die aufwendigen Vorbereitungen, die im weiblichen Körper ablaufen, zeigen uns weitere wundervolle Vorgänge.
Sie schätzen Allah nicht in Seiner wahren Bedeutung ein. Seht, Allah ist wahrlich der Starke, der Mächtige.
(Quran, 22:74)
Innerhalb weniger Stunden nach der Befruchtung der Eizelle durch das Spermium, teilt sie sich und wächst. Heute wissen wir, dass das Baby im Bauch der Mutter drei Stadien der embryonalen Entwicklung durchläuft. Dieses Wissen, das erst durch langjährige Forschungsarbeiten und mithilfe modernster Technologie erlangt werden konnte, wurde bereits vor 1400 Jahren im Quran beschrieben. Wir finden die wissenschaftlichen Fakten in folgendem Vers:

... Er erschafft euch in den Schößen euerer Mütter, Schöpfung nach Schöpfung, durch drei Finsternisse. So ist Allah, euer Herr. Sein ist das Reich. Keinen Gott gibt es außer Ihm. Wie könnt ihr euch dann abwenden? (Quran, 39:6)

In diesem Vers werden drei unterschiedliche Stadien genannt, die der Mensch während seiner Entwicklung im Mutterleib durchläuft. Und tatsächlich hat die moderne Biologie herausgefunden, dass ein Baby im Mutterleib drei unterschiedliche Entwicklungsstadien durchläuft, genau wie es im Vers beschrieben wird. Dies gehört zum grundlegenden Wissen, das wir in allen Büchern zum Thema Embryologie finden, die heutzutage in medizinischen Fakultäten zur Pflichtlektüre gehören. Zum Beispiel wird in Basic Human Embryology (Grundlagen der menschlichen Embryologie), ein Standardwerk der Embryologie, folgendes gesagt:
Die Lebensphase in der Gebärmutter durchläuft drei Stadien: (i) das Keimzellenstadium: die ersten zweieinhalb Wochen; (ii) das Embryonalstadium: bis zum Ende der 8. Woche, und (iii) das Fötalstadium: von der 8. Woche bis zur Geburt. Williams P., Basic Human Embryology, 3rd ed., 1984, p. 64

Diese Phasen umfassen die verschiedenen Entwicklungsstufen des Babys. Die wesentlichen Merkmale dieser drei Entwicklungsstadien können folgendermaßen zusammengefasst werden:

- Keimzellenstadium: In dieser ersten Phase wächst die Zygote (die gerade befruchtete Eizelle), indem sie sich teilt. In den ersten drei Wochen gräbt sich der entstandene Zellklumpen in die Gebärmutterwand ein. Während sich die Zellen weiter teilen, formen sie drei Schichten.
- Embryonales Stadium: Das embryonale Stadium ist die zweite Phase, die fünfeinhalb Wochen dauert. In dieser Phase wird das Baby Embryo genannt. Es bilden sich die wichtigsten Organe und Systeme des Körpers aus den Zellschichten.

- Fötales Stadium: Ab diesem dritten Stadium der Schwangerschaft wird der Embryo als „Fötus“ bezeichnet. Diese Phase beginnt in der achten Woche der Schwangerschaft und dauert bis zur Geburt. In diesem Stadium sind Gesicht, Hände und Füße erkennbar und das Baby nimmt die Gestalt eines menschlichen Wesens an. Obgleich es nur 3 cm lang ist, sind alle Organe bereits angeordnet. Diese Phase dauert 30 Wochen bis zur Geburt.

Die drei Stadien, die wir hier kurz umrissen haben und die wundervollen Entwicklungen, die in jedem Stadium ablaufen, werden auf den folgenden Seiten näher beschrieben.

Die erste Zelle teilt sich

Die Zelle mit 46 Chromosomen, die sich aus der Vereinigung von Spermium und Eizelle gebildet hat, ist die erste Zelle eines neuen Menschen, der nach neun Monaten das Licht der Welt erblicken wird. Die allererste Zelle, die den gesamten Bauplan für den Körper enthält, wird „Zygote“ genannt.

Die erste Zellteilung geschieht in den ersten 24 Stunden nach der Vereinigung von Spermium und Eizelle. Die beiden neu entstandenen Zellen sind genau identisch. Und so beginnt der erste Tag der neun Monate dauernden Lebensphase im Mutterleib. Jetzt befindet sich nicht mehr nur eine, sondern zwei Zellen im Bauch der Mutter. Später werden aus diesen beiden Zellen vier Zellen, die sich immer weiter durch Zellteilung verdoppeln. Eldra Pearl Solomon, Linda R. Berg, Diana W. Martin, Claude V. Willee, Biology, 3rd ed., Saunders College Publishing, p. 1066

Die Zellen des Zellklumpens im Eileiter teilen sich weiter, wachsen und bewegen sich hin zu der Stelle, an der sie die nächsten neun Monate verbringen werden. Dieser Ort ist die Gebärmutter (Uterus).
Zu dieser Zeit werden in der Gebärmutter wichtige Vorbereitungen getroffen. Blut strömt in die Gebärmutter und macht sie stark und widerstandsfähig. Wie wir bereits beschrieben haben, wird das Corpus-Luteum (Gelbkörperhormon) in den Eierstöcken vermehrt ausgeschüttet und informiert den Körper über die beginnende Schwangerschaft. In der Zwischenzeit bewegt sich die Zygote mit Schwimmbewegungen zum Uterus und sendet dabei biochemische Signale mit der Nachricht: „Hier bin ich!“ Durch diese Meldung bereitet sich der Körper der Mutter vor und stellt das notwendige Salz, Eisen, Blut und die Vitamine bereit, die der Fötus benötigt. Gleichzeitig erreicht die von der Zygote ausgeschüttete biochemische Meldung (das hCG-Hormon) die Eierstöcke der Mutter und bewirkt die Ausschüttung eines weiteren Hormons, wodurch eine weitere Periode der Eireifung (menstruelle Periode) verhindert wird. Geraldine Lux Flanagan, Beginning Life, Dorling Kindersley, London, 1996, p. 28.

Die Zygote besteht immer noch aus nur wenigen Zellen. Die Tatsache, dass die Zygote weiß, wo sie sich befindet und sofort Signale sendet, die für die nächsten neun Monate entscheidend sind, ist schon sehr außergewöhnlich. Woher weiß sie, wem sie die Meldung schicken muss? Woher wissen die verschiedenen Organellen, die die Signale erhalten, dass diese von einem mikroskopisch kleinen Stück Fleisch stammen, das sie niemals zuvor gesehen haben, aber dem sie helfen, indem sie dessen Lebensumgebung vorbereiten.
Außerdem besteht das von der Zygote ausgeschüttete Hormon aus Molekülen. Woher wissen die Zellen, die diese Moleküle empfangen, was mit diesen Molekülen überhaupt beabsichtigt wird? Wenn ein Mensch eine Nachricht in einer Sprache erhält, die er versteht, so kann er sie lesen und verstehen und aus diesem Verständnis heraus Entscheidungen treffen. Aber in diesem Fall besteht die Nachricht aus einem Hormon, das aus einigen wenigen Molekülen besteht. Die Nachricht wird von einer Ansammlung von Zellen gesendet und eine etwas größere Ansammlung von Zellen ist der Empfänger. Es ist gewiss ein Wunder, dass Zellen Botschaften (Hormone) lesen und verstehen können, gerade so, wie ein Mensch eine Nachricht versteht, die er liest.

Und woher weiß die Zygote, welche Stoffe sie im Laufe ihres Wachstums benötigt?

Denken Sie z. B. an sich selbst. Was müssen Sie essen, damit Ihr Körper stark wird? Welche Mineralien müssen Sie zu sich nehmen? Das können Sie nur wissen, wenn Sie sich mit wissenschaftlichen Studien befassen, die auf diesem Gebiet durchgeführt wurden. Wie wirken Potassium, Phosphor und Kalzium in Ihrem Körper? Aus welchen Nahrungsmitteln erhalten Sie diese Stoffe? Wann sollten Sie diese Nahrungsmittel zu sich nehmen und wie viel davon? Dies sind Dinge, die Sie nicht wissen können, ohne einen Experten zu befragen. Sie, als denkende, sehende, intelligente und fühlende Person, mit der Fähigkeit zu sprechen, können diese Dinge nur erfahren, indem Sie sich Hilfe suchen. Dagegen weiß ein winziger Zellklumpen, was er braucht und dass es notwendig ist, dies zu produzieren. Er weiß, wer die Stoffe herstellen kann und dass ein Signal ausgesendet werden muss, um den Herstellungsprozess zu starten. Darüber hinaus weiß der Zellklumpen, obwohl er sich erst seit ein paar Tagen im Körper befindet, wie chemische Informationen gesendet werden und er setzt voraus, dass verschiedene Organe im Körper in der Lage sind, diese chemischen Informationen zu empfangen.
Natürlich kann man nicht behaupten, dass ein Zellklumpen diese außergewöhnlichen Informationen besitzt und aufgrund seines Wissens in der Lage ist zu planen. Es gibt eine höhere Macht, die die Zellen ihre wundervollen Funktionen ausführen lässt und sie auf eine Weise erschafft, die es ihnen ermöglicht, ihre Aufgaben zu erfüllen. Diese Macht gehört Allah, dem einzigen Herrscher der Himmel und der Erde. Als Beweis Seiner unendlichen Gewalt hat Allah mikroskopisch kleine, bewusstseinslose, lebende Zellen inspiriert, ihre komplizierte Aufgabe bis zur Perfektion auszuführen, und zwar in einer Weise, die das menschliche Gehirn niemals verstehen kann.
Der Zellklumpen bewegt sich


Von außen sieht die Zellmasse, die sich durch Zellteilung entwickelt hat, wie ein Stück Fleisch aus.
Der Zellklumpen bewegt sich zu einem sicheren Ort, der für ihn geschaffen wurde, und setzt dort seine Zellteilung fort. Alle 30 Stunden findet eine Teilung statt. Die Zellen verdoppeln sich exponentiell auf 2, 4, 8, 16 usw., bilden allmählich eine kleinere Klumpenform und bewegen sich langsam zusammen mit den erfolglosen Spermazellen vom Eileiter zur Gebärmutter.

Wenn man den Eileiter vergrößert und untersucht, was dort vor sich geht, so sieht es dort aus wie auf dem Grund des Ozeans. Der Zellklumpen setzt seinen Weg mithilfe der wellenartigen Bewegungen im Eileiter fort. Die Bewegung, die bei der Befruchtung der Eizelle mithalf, indem sie die Spermien zur Eizelle leitete, trägt diesmal die Eizelle zur Gebärmutter. Winzige Flimmerhärchen (Cilia) auf der Oberfläche der Eileiterzellen bewegen sich in die gleiche Richtung. Auf diese Weise tragen sie die Eizelle wie ein kostbares Objekt zu der Stelle, an die sie gelangen muss.

Alle Elemente arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin, als hätten sie einen Befehl von einer gemeinsamen Kommandozentrale erhalten. Diesen Befehl erhalten sehr unterschiedliche Körperbereiche und führen ihn aus.


Wenn wir die Bewegungen im Eileiter betrachten, scheint es, als befänden wir uns auf dem Grund des Ozeans. (kleine Abbildung) Die winzigen Härchen des Eileiters (oben) führen wellenartige Bewegungen aus, mit denen die Eizelle zur Gebärmutter geleitet wird.
„… die Gebärmutter nimmt an Größe zu und schützt den Embryo. Der Eileiter unternimmt alles Notwendige, um die Zellen zu ernähren …“ Bis hierher haben wir über das Gewebe und die Organe gesprochen, die den Zellklumpen, der sich aus der Vereinigung von Spermium und Eizelle entwickelt, schützen und alles Notwendige unternehmen, um ihn zu ernähren und den Empfang des Zellklumpens vorzubereiten. Wir dürfen hierbei nicht vergessen, dass die Organe und Gewebe selbst aus Zellen bestehen. Wie kann es also sein, dass eine Zelle die Bedürfnisse einer anderen Zelle spüren kann und genau zur richtigen Zeit die Veränderungen durchmacht, die notwendig sind, um sie zu ernähren und zu beschützen?

Wenn wir diese Frage betrachten, kommt uns als erstes in den Sinn, dass es eine Intelligenz geben muss, die die Zellen steuert. Niemand mit Verstand kann folgendes Märchen glauben: „Eines Tages begannen sich die Zellen zufällig zu verändern und waren danach irgendwie in der Lage, die nötigen Nährstoffe für die Zygote zu produzieren. Anschließend entschieden sie, diese wundervollen Ereignisse in allen Frauen durchzuführen.“ Es ist klar, dass jeder, der dies behauptet, ein Lügenmärchen erzählt. Die Vorbereitungen, die die Gebärmutter für die Unterbringung des Embryos trifft, und die besonderen Eigenschaften der Eileiter, die die notwendigen Nährstoffe für die Zygote bereit halten, sind Dinge, die nur durch die Allwissenheit Gottes geschehen können. Jedes dieser Ereignisse ist ein Beweis des Mitgefühls und der Gnade, die Allah für jedes Lebewesen Seiner perfekten Schöpfung hat.
Uterus: A Safe Haven Created for the Embryo

Die Gebärmutter ist ein hohles Muskelorgan, das etwa 50 Gramm wiegt. Im ursprünglichen Zustand ist sie sicher nicht groß genug für ein Baby. Daher muss die Gebärmutter sich verändern. Während der Schwangerschaft wächst die Gebärmutter stetig an, und erreicht ein Gewicht von 1100 Gramm am Ende der Schwangerschaft. Dank dieser Eigenschaft verfügt die Gebärmutter über die besten Bedingungen für das Wachstum und die Entwicklung der befruchteten Eizelle und für das Heranreifen eines vollständig geformten Menschen. Da sie sich außerdem genau in der Mitte der Beckenhöhle der Mutter befindet, ist das Baby während seiner Entwicklung sicher geschützt.1

Im Quran beschreibt Allah die schützende Eigenschaft des Mutterleibes und erinnert uns erneut an Seine Gnade gegenüber den Menschen:

Und wahrlich, Wir erschaffen den Menschen aus reinstem Ton. Dann setzen Wir ihn als Samentropfen an eine sichere Stätte. (Quran, 23:12-13)

1-Arthur C. Guyton, John E. Hall, Textbook of Medical Physiology, 10th ed., Harcourt International Ed., PA, 2000, p. 950

Der Zellklumpen setzt sich in der Gebärmutter fest


Sprich: „Sollte ich einen anderen Herrn suchen als Allah, Welcher doch der Herr aller Dinge ist?“ Jede Seele belastet nur sich selbst. Und keine belastete (Seele) soll einer anderen Last tragen. Zu euerem Herrn ist schließlich euere Heimkehr, und dann wird Er euch wissen lassen, worüber ihr uneins wart. (Quran, 6:164))
Damit die Schwangerschaft gesund verlaufen kann, muss der Zellklumpen einen geeigneten Platz finden, an dem er sich an der Gebärmutterwand festhält. Er muss sich einen Platz suchen, der ihm Schutz bietet und der die Geburt in neun Monaten erleichtert. Außerdem muss sich die Stelle in der Nähe der Blutgefäße der Mutter befinden, über die das Baby seine Nahrung erhält. Der beste Platz, der diese Voraussetzungen erfüllt, ist die Gebärmutterwand.

Der Zellklumpen, der sich vom Eileiter zur Gebärmutter hin bewegt, hat ein ganz bestimmtes Ziel. Er befindet sich 3 - 4 Tage im Eileiter. In dieser Zeit versucht er weder sich anzuklammern, noch sich niederzulassen. Er weiß, dass er außerhalb der Gebärmutter keine Stelle findet, an der er überleben kann, wenn er sich anklammert. Er bewegt sich zur Gebärmutter, wo er in der Gebärmutterwand einen Ort findet, an dem es zahlreiche Blutgefäße gibt und er sich einnisten kann. Wie ein Samen, der in der Erde sprießt und Wurzeln schlägt, so wächst der Zellklumpen nun weiter und gräbt sich tiefer in das Gewebe, das ihn mit Nährstoffen versorgt. Dort stellt er neue Kanäle zur Nährstoffaufnahme her.

Hier müssen wir uns über etwas klar werden. Es ist ein Wunder, dass der Zellklumpen in der Lage ist, den bestmöglichen Platz zu finden. In seinem Buch, Beginning Life, stellt G. Flanagan die Frage: „Wie trifft der Klumpen eine solch erstaunliche „zukunftsorientierte“ Auswahl?“

Der Punkt, auf den Flanagan hier hinweist, ist sehr wichtig. Um die Wichtigkeit zu verdeutlichen, betrachten Sie folgendes Beispiel: Stellen Sie sich ein Baby vor, das gerade anfängt zu laufen. Sie stellen dieses Baby in ein Gebäude, das Millionen Mal größer ist, als es selbst und das es niemals zuvor gesehen hat. Dann erwarten Sie, dass dieses Baby in diesem Gebäude den Raum mit der bestmöglichen Umgebung finden kann. Könnte ein kleines Baby so etwas schaffen? Sicherlich nicht. Wenn dies für ein Baby unmöglich ist, das noch nicht das Alter erreicht hat, in dem es seine geistigen Fähigkeiten benutzen kann, ohne Erfahrung oder Wissen, wie viel mehr ist es dann unmöglich für ein Stückchen Fleisch, das nur ein paar Zentimeter groß ist und sich in der Dunkelheit des Körpers bewegt, den besten, bequemsten und sichersten Ort zu finden?

Und dieser Zellklumpen ist noch nicht einmal ein menschliches Wesen. Denken Sie daran, dass wir hier von einem Stück Fleisch sprechen, das aus höchstens 100 Zellen besteht (im Moment) ohne Ohren, Augen, Gehirn, Hände oder Arme. Doch der Zellklumpen beweist ungewöhnliche Kenntnisse, nistet sich in der Gebärmutter ein, die für ihn der beste Ort ist.

Die Wunder der menschlichen Entwicklung enden aber auch hier nicht. In jeder Phase der Entstehung eines Menschen gibt es eine eindrucksvolle Kette wundervoller Vorgänge. Wir haben beschrieben, wie sich die befruchtete Eizelle teilt und wie sie ihren Platz für ihre weitere Entwicklung findet. An diesem Punkt stellt sich eine weitere Frage: Der Zellklumpen, der aus vollkommen identischen Zellen besteht, besitzt keinen speziellen Anker oder ein ähnliches Organ, mit dem er sich an einer Stelle festhalten könnte. Wie kann er sich also an der Gebärmutterwand festhalten?

Die Art und Weise, wie sich der Zellklumpen an die Wand der Gebärmutter klammert, ist Teil eines interessanten und äußerst komplexen Systems. Die Zellen der äußeren Schicht des Zellklumpens schütten ein Enzym aus, die so genannte Hyaluronidase. Dieses Enzym (wie wir bereits im Fall des Spermiums erwähnt hatten) ist in der Lage, die Säureschicht (hyaluronische Säure) im Gewebe der Gebärmutterwand anzugreifen. Auf diese Weise können die Zellen des Zellklumpens das Gebärmuttergewebe auflösen und in die Gebärmutter eindringen. Einige Zellen des Zellklumpens lösen die Zellen der Gebärmutter auf, dringen tiefer in sie ein und halten sich in der Wand fest.

Wie bereits erwähnt, ist die Tatsache, dass eine Zellmasse den bestmöglichen Platz finden kann und bestimmen kann, dass es notwendig ist, sich an diesem Platz festzuhalten, wirklich ganz erstaunlich. Durch sein Verhalten beweist diese winzige Ansammlung von Zellen die Fähigkeit, seine Bedürfnisse zu bestimmen und dementsprechend zu handeln. Und es ist noch erstaunlicher, dass die Zellen wissen, wie sie sich festklammern können und dass einige Zellen die besondere Fähigkeit haben, dies überhaupt zu tun. Sicher ist es unmöglich, dass diese Zellen durch ihre eigene Intelligenz und ihren eigenen Willen die hyaluronische Säure der Gebärmutterwand analysieren und das Hyaluronidase-Enzym ausschütten, das sie auflöst.

Wie wir bereits festgestellt haben, ist ein Mensch ohne besondere chemische Ausbildung hierzu nicht in der Lage. Dennoch verfügen einige Zellen über die notwendigen chemischen Informationen und produzieren, was sie für ihre weitere Existenz benötigen. Darüber hinaus geschieht dieser Vorgang nicht nur ein einziges Mal, sondern bei jedem Menschen, der existiert bzw. existiert hat.

Wir erkennen in dem, was wir bisher beschrieben haben, nämlich die Entstehung des Zellklumpens, aus dem sich später der Embryo entwickelt und die Veränderung der Zellen, die ihn beschützen, einen bestimmten und bewussten Plan. Genau zur richtigen Zeit durchlaufen die Zellen des Eileiters eine Veränderung und genau zur richtigen Zeit beginnen die Zellen, die die äußere Oberfläche des Zellklumpens bilden, ein Enzym (Hyaluronidase) auszuschütten. Dieser bewusste Plan zeigt, dass die Funktionen, die im menschlichen Körper ablaufen, von einer höheren Intelligenz gesteuert werden.

Er ist es, Der euch in den Mutterschößen bildet, wie Er will. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Erhabenen, dem Weisen! (Quran, 3:6)

Zellen mit unterschiedlichen Funktionen

Am achten Tag beginnen die Zellen, sich unterschiedlich zu entwickeln und bilden zwei Gruppierungen, eine innere und eine äußere. Die innere Zellmasse (Embryoblast) bildet die Zellen, die der Embryo sein ganzes Leben lang besitzen wird. Die äußeren Zellen (Trophoblast) bilden die Zellen, die dem Menschen während seines Daseins im Mutterleib bis zur Geburt helfen.

Das Anklammern des Embryos in der Gebärmutter wird im Quran beschrieben
Wenn wir die Verse im Quran betrachten, die das Einnisten des Embryos in der Gebärmutter beschreiben, erkennen wir eines der größten Wunder des Quran. Allah verwendet das arabische Wort „alaq“, wenn Er im Quran über das Einnisten des Embryos in der Gebärmutter und seinen Entwicklungsbeginn spricht:
Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf – Erschuf den Menschen aus einem sich Anklammernden. Lies! Denn dein Herr ist gütig. (Quran, 96:1-3)

Das arabische Wort „alaq“ bedeutet „etwas, das sich anklammert, eine blutegelartige Substanz“. Der Quran wurde vor 1400 Jahren gesandt und die Tatsache, dass Gott genau dieses Wort für die Beschreibung des Embryos im Mutterleib verwendet, ist eines seiner Wunder. Die Tatsache, dass dieses Wissen, das wissenschaftlich zu dieser Zeit noch nicht bekannt sein konnte, seit Jahrhunderten bereits im Quran steht, bestätigt erneut, das er die Offenbarung Allahs ist, dem Herrn aller Welten.

Das erste Bild zeigt einen eine Woche alten Zellklumpen, der nach einem Platz in der Gebärmutter sucht. Nachdem er eine geeignete Stelle gefunden hat, lost der Zellklumpen das Gewebe der Gebärmutterwand auf und nistet sich ein. (2 - 3) Der Embryo klammert sich sicher an der Gebärmutterwand fest und beginnt, Sauerstoff und andere Nährstoffe, die er braucht, über die Gebärmutterwand aufzunehmen. (4)
Die innere Zellmasse trennt sich von der äußeren Gruppe, die der ersten Gruppe neun Monate lang dient. Der Zwischenbereich wird zur Nabelschnur, die sich später entwickelt und die Verbindung zwischen Embryo und Plazenta herstellt.

Etwa gleichzeitig mit der Entwicklung der Plazenta wird die innere Zellmasse flacher und bildet drei Zellschichten in der so genannten „Keimscheibe“. Die drei Zellschichten werden Ektoderm, Mesoderm und Endoderm genannt. Während der Differenzierung bewegen sich Zellen aus jeder Schicht zu bestimmten Bereichen der Keimscheibe und klappen zusammen, um Röhren oder Klumpen zu bilden. Diese Röhren und Klumpen entwickeln sich zu verschiedenen Geweben und Körperorganen. -Gerard J. Tortora, Introduction to the Human Body: Essentials of Anatomy & Physiology, p. 556 
Alle ca. 200 Zellarten des menschlichen Körpers entwickeln sich aus den Stammzellen. (1) Identische Stammzellen entwickeln sich plötzlich unterschiedlich. Durch diese Differenzierung wird das Körpergewebe aus den Stammzellen gebildet. Energieliefernde Fettzellen (2), wundheilende Zellen (3) und Blutgefäßzellen (4) sind nur einige dieser Gewebearten.
Zellen der äußersten Schicht, dem Ektoderm, bilden das Gehirn, das Rückenmark, die Sinnesorgane und die Augenlinse. Darüber hinaus bildet sich aus dieser Schicht die Epidermis, die Schweißdrüsen, der Zahnschmelz, Haare und Nägel. Die innerste Schicht des Embryos (Endoderm) ist für die Entwicklung der Organe des Verdauungs- und Atmungssystems (Leber, Lungen, Bauchspeicheldrüse usw.) und die entsprechenden Drüsen (Schilddrüse, Thymus usw.) verantwortlich. Die dritte Schicht (Mesoderm) bildet sich zwischen den beiden anderen Schichten. Aus dieser Schicht werden Herz, Muskeln, Knochen, Sehnen, Nieren, Drüsen, Blutgefäße und Fortpflanzungsorgane geformt. Außerdem bilden sich aus dieser Schicht die Lymphgefäße und das Epithel (Oberfläche, Gewebe), das die innersten und äußersten Oberflächen des Körpers und seiner Organe bedeckt. Alle Zellen der Körpergewebe bilden sich aus den Stammzellen, die sich aus einer dieser Schichten entwickeln.

IN EINE NEUE WELT


Wurden alle Vorbereitungen für den Fötus für die neue Welt getroffen, beginnt das Fruchtwasser mit neuen Aktivitäten. Das Fruchtwasser bildet Flüssigkeitskammern, die den Gebärmuttereingang so weit dehnen, dass das Baby passieren kann und verhindern, dass das Baby während des Geburtsvorgangs in der Gebärmutter zusammen gedrückt wird. Wenn die Geburt beginnt, platzen diese Kammern und das Fruchtwasser fließt aus und schmiert und sterilisiert den Kanal, durch den der Fötus muss. Auf diese Weise wird die Geburt vereinfacht und der Fötus vor Bakterien geschützt. Laurence Pernoud, J'ettends un enfant, Pierre Horay, Paris, 1995, p. 138 
Und Allah hat euch aus den Leibern euerer Mütter als ganz und gar Unwissende hervorgebracht. Doch Er gab euch Gehör und Gesicht, Verstand und Gemüt, damit ihr dankbar wäret.
(Quran, 16:78)
Zusammen mit den Vorbereitungen im Mutterleib müssen gleichzeitig ein paar andere Bedingungen erfüllt sein, damit eine sichere Geburt ablaufen kann. Damit das Baby aus dem Mutterleib herauskommen kann, muss es z. B. in der richtigen Position liegen. Dafür bewegen sich die Füße des Babys, wodurch es sich langsam dreht, bis der Kopf sich in den Gebärmutterhals bewegt. Da das Baby nun zu groß ist, um sich viel bewegen zu können, sitzt es fest und kann seinen Kopf nicht wieder aus dieser Position fortbewegen.- Geraldine Lux Flanagan, Beginning Life, Dorling Kindersley, London, 1996, p. 103  Aber wie trifft das ungeborene Baby die Entscheidung, welche Position die beste ist? Woher kennt es die beste Position für die Geburt? Und wie bestimmt der Fötus im Mutterleib, wann die Zeit gekommen ist, um geboren zu werden? Dies sind sicherlich wichtige Aspekte, über die wir nachdenken sollten. Die Tatsache, dass ein Wesen, dessen Bewusstsein noch nicht entwickelt ist, ein solch bewusstes Verhalten an den Tag legen kann, ist ein deutliches Zeichen nicht seines eigenen Willens, sondern des Wissens und der Eingebung von Allahs, des Schöpfers.

Zum Zeitpunkt der Geburt gibt es viele weitere Beispiele für den wundervollen Plan. Z. B. muss der Schädel des Babys, um eine gesunde Geburt zu ermöglichen, eine Struktur aufweisen, durch die es im Geburtskanal nicht verletzt wird. Schauen wir uns den Schädel des Babys an, so erkennen wir eine Gruppe aus 5 Knochen mit einem weichen Punkt, der so genannten „Fontanelle“, in der Mitte. Diese weiche Struktur verleiht dem Schädel Flexibilität, die das Gehirn und den Schädel des Babys vor Schäden durch den Druck während der Geburt schützt.

Vor der Geburt des Babys werden unter strenger Kontrolle Vorbereitungen getroffen. Diese Vorbereitungen dienen allen Möglichen Ereignissen, z. B. erleichtert das Fruchtwasser die Geburt und schützt vor Infektionen.

Dies alles wirft eine Frage auf: Wer gewährleistet, dass alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und wer bestimmt, dass die Zeit gekommen ist? Wer prüft, ob die Augen bereit sind zu sehen, ob die Lungen bereit sind zu atmen, ob Gelenke und Gehirn vollständig entwickelt sind?


Das System im Mutterleib zur Entwicklung des Babys funktioniert perfekt. Wird ein Baby, aus welchen Gründen auch immer, nicht vollständig entwickelt geboren, so benötigt es besondere Versorgung (links).
Bei der Entwicklung des Fötus gibt es keinen Mechanismus, der diese Dinge steuert. Das Gehirn, das als Steuerzentrale des gesamten Körpers gilt, ist ein Organ, das sich gemeinsam mit dem Fötus entwickelt. Außerdem kann auch ein vollständig ausgebildetes Gehirn zu diesem Zeitpunkt noch keine Bedeutungen wahrnehmen. Der Fötus, der sich bis zu diesem Moment im Mutterleib entwickelt hat, ist vollkommen unbewusst der äußeren Umgebung. Er kann nicht entscheiden, ob er in einem Zustand ist, der zu einer Umgebung passt, die er nie gesehen hat. Aber es ist auch nicht die Mutter, die den Zeitpunkt der Geburt bestimmt. Vom ersten Tag an kann eine Mutter nicht in einen einzigen Vorgang in ihrem Körper eingreifen. Wie kann sie da entscheiden, wann diese Vorgänge abgeschlossen sind?

Zweifellos ist es Allah, der jeden Schritt bei der Entstehung des Babys steuert und bestimmt, wann ein Mensch in diese Welt geboren wird. Nur Allah, Der jeden Menschen erschaffen hat, kennt jeden Moment des Lebens, das er führen wird. Wird ein Mensch geboren, so kennt Allah bereits den Tag seines Todes. Der Todeszeitpunkt wird von Allah bestimmt. Ein intelligenter Mensch, der sich dieser Tatsachen bewusst ist, weiß, was er tun muss: Er muss über seine eigene Schöpfung nachdenken und die unendliche Macht des Herrn bezeugen. Und er muss sein ganzes Leben so leben, dass es Gott gefällt.

O ihr Menschen! Wenn ihr über die Auferstehung im Zweifel seid, so haben Wir euch doch aus Staub erschaffen, dann aus einem Samentropfen, dann aus etwas sich Anklammernden, dann aus Fleisch, teils geformt teils ungeformt, um euch manches klarzumachen. Und Wir lassen in den Mutterschößen ruhen, was Wir wollen, bis zu einem festen Termin. Dann lassen Wir euch als Kinder herauskommen. Dann lassen wir euch euere Reife erreichen, doch der eine von euch wird (früh) abberufen, während der andere von euch das erbärmlichste Alter erreicht, so dass er alles, was er wusste, vergisst… (Quran, 22:5)

Die erste Nahrung in dieser Welt: MUTTERMILCH

Sobald das Baby seine Augen in dieser Welt öffnet, muss sich der Körper an das neue Leben anpassen. Während und nach der Schwangerschaft wurde alles dafür getan, diese Anpassung zu erleichtern. Das deutlichste Beispiel hierfür ist die Bildung der Muttermilch.

Die Bildung der Muttermilch wird von den Hormonen der Mutter gesteuert. Die Milchproduktion basiert hauptsächlich auf einem Hormon, das „Prolaktin“ genannt wird und von der Hirnanhangdrüse im Gehirn ausgeschüttet wird. Während der Schwangerschaft verhindern die Hormone Progesteron und Östrogen, die von der Plazenta produziert werden, dass Prolaktin aktiviert und Milch produziert wird. Doch die Plazenta wird nach der Geburt ausgestoßen, so dass der Progesteron- und Östrogenanteil im Blut sinkt. Danach kommt Prolaktin ins Spiel und sorgt für die Milchbildung. Dank dieses Zusammenspiels der Hormone kann die wertvollste Nahrung, die Muttermilch, genau zum richtigen Zeitpunkt für das Baby produziert werden. Dies ist wirklich ein bedeutsamer Informationsaustausch. Solange sich die Plazenta im Körper befindet, erfüllt sie lebenswichtige Aufgaben. Doch dann wird sie zur richtigen Zeit ausgestoßen. Damit wird ein sehr wichtige Entwicklung für das menschliche Leben ermöglicht. Wie wir gesehen haben, ergänzen sich alle Dinge, die während der Entstehung des Menschen ablaufen. Sicherlich sind dies klare Beweise dafür, dass jeder Mensch von einer höheren Macht erschaffen wurde.

Und diese Vorgänge gehen weiter, wenn das Baby zur Welt gekommen ist. Die Milchproduktion durch die Mutter erhöht sich entsprechend den Bedürfnissen des Babys. In den ersten Tagen werden bis zu 50 g produziert, im sechsten Monat kann die Milchproduktion bis zu einem Liter betragen. Die Wissenschaftler, die versucht haben, die Formel für die Muttermilch herauszufinden, sind nach langen Untersuchungen immer noch erfolglos, da es keinen Standardtypen Muttermilch gibt. Jede Mutter produziert die Milch nach den Anforderungen ihres eigenen Babys und diese Milch ernährt das Baby auf eine Weise, die keine andere Nahrung vermag. Untersuchungen haben ergeben, dass die Antikörper, Hormone, Vitamine und Mineralstoffe in der Muttermilch auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt sind.

Der Unterschied zwischen Muttermilch und anderer Nahrung

Die Verwendung von anderen Nahrungsmitteln als Muttermilch erfüllt die Bedürfnisse des Babys nicht vollständig. Andere Nahrungsmittel enthalten z. B. keine Antikörper, die das Immunsystem des Babys benötigt.

Kuhmilch wird als klassisches Nahrungsmittel für Babys angesehen. Vergleichen wir sie mit Muttermilch, so können wir leichter die Vorzüge letzterer erkennen. Kuhmilch hat einen höheren Kaseinanteil als menschlischemenschliche Milch. Kasein ist ein Protein, das sich in geronnener (saurer) Milch findet. Dieser Stoff zerbricht im Magen in größere Stücke und erschwert die Verdauung. Daher ist Kuhmilch schwerer zu verdauen als Muttermilch. Der geringe Anteil dieses Stoffes in der Muttermilch erleichtert die Verdauung für das Baby.

Die beiden Milchsorten unterscheiden sich auch in der Zusammensetzung ihrer Aminosäuren. Wegen der unterschiedlichen Zusammensetzung ist die Gesamtzahl der Aminosäuren im Plasma des Babys, das mit Kuhmilch gefüttert wird, höher. Außerdem ist der Anteil einiger Aminosäuren zu hoch, der anderer ist zu gering. Dies beeinflusst das Nervensystem negativ und belastet wegen des hohen Proteingehalts die Nieren mehr.

Ein weiterer Unterschied besteht im Zuckeranteil der Milch. Sowohl in Muttermilch als auch in Kuhmilch finden wir die gleiche Art Milchzucker. Doch die Milchzuckermenge der menschlichen Milch (7 g/l) unterscheidet sich vom Gehalt der Kuhmilch (4,8 g/l). Außerdem passieren die großen geronnenen Partikel der Kuhmilch den Dünndarm viel langsamer. Aus diesem Grund werden große Mengen an Flüssigkeit und Milchzucker, die sehr wichtig sind, im ersten Bereich des Dünndarms absorbiert. Geronnene Partikel von Muttermilch (im Gegensatz zur Kuhmilch) passieren den Dünndarm leichter, so dass Milchzucker und Flüssigkeit den Dickdarm erreichen. So entwickelt sich eine gesunde Darmstruktur. Der zweite Vorteil des großen Milchzuckeranteils in der menschlichen Milch besteht darin, dass die Synthese eines Stoffes, des so genannten „Cerebrosids“, das beim Aufbau der grundlegenden Strukturen des Nervensystems eine wichtige Rolle spielt, ermöglicht wird.

Entgegen der Tatsache, dass der Fettgehalt der Muttermilch und der Kuhmilch fast gleich sind, ist die Qualität dieser Fette verschieden. Die Linolsäure der Muttermilch ist die einzige Fettsäure, die für die Ernährung des Babys notwendig ist.

Ein weiterer Aspekt der die Muttermilch unterscheidet, ist die Menge und der Anteil an Salzen und Mineralstoffen. In Kuhmilch ist z. B. der Kalzium- und Phosphorgehalt hoch, doch das Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor in der Kuhmilch erscherterschwert die richtige Verdauung. Phosphor kann im Verdauungstrakt mit Kalzium reagieren und so die Aufnahme von KalzumKalzium verhindern. Daher kann es, wenn ein Baby in den ersten Tagen seines Lebens Kuhmilch erhält, zu bestimmten Abnormitäten aufgrund des Abfalls des Kalziumgehalts im Blut kommen. Health in Islam, Mother's MÝlk by Hwaa Irfan, (www.islamic-paths.org/Home/English/Issues/Health/Mothers_Milk.htm)

Darüber hinaus besteht menschliche Milch zu 50 % aus Eisen. Da Kuhmilch einen wesentlich geringeren Anteil dieses Minerals enthält, können mit Kuhmilch gefütterte Babys Blutarmut aufgrund des geringen Eisens entwickeln.

Vitaminreichtum ist ein weiterer Aspekt, der Muttermilch so wertvoll für das Baby macht. Im Vitamingehalt unterscheiden sich Kuh- und Muttermilch erheblich voneinander. Obwohl der Vitamin-A-Gehalt gleich ist, ist mehr Vitamin E, C und K in Muttermilch enthalten. Die Menge an Vitamin D in der Muttermilch entspricht den Bedürfnissen des Babys.

Muttermilch schützt das Baby in jedem Stadium

Ein Baby, das aus dem sicheren Mutterleib, der frei von Bakterien ist, in diese Welt kommt, muss gegen verschiedene Bakterien der Außenwelt kämpfen. Eine der wichtigsten Aufgaben der Muttermilch ist der Schutz des Babys vor Infektionen. Die schützenden Zellen (Antikörper) die über die Muttermilch zum Baby gelangen, bringen es dazu, gegen Bakterien zu kämpfen, die es niemals zuvor gekannt hat, als würde es einfach darüber informiert. Die großen Mengen Antikörper in der ersten Muttermilch, die „Kolostrum” genannt und in den ersten Tagen nach der Geburt produziert wird, haben eine besondere Schutzfunktion.
Dieser Schutz, den die Muttermilch dem Baby bietet (Schutz gegen kleinere, aber auch sehr ernste Infektionen) ist lebenswichtig für die ersten Monate, und die Vorteile dieser Milch steigen mit der Zeit, die das Baby gestillt wird.

Die Vorteile der Muttermilch für das Baby werden jeden Tag ersichtlicher. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Muttermilch für das Baby bis zu einem Alter von zwei Jahren äußerst vorteilhaft ist. Rex D. Russell, Design in Infant Nutrition, (http://www.icr.org/pubs/imp/imp-259.htm)  

Die Wichtigkeit dieser kürzlich gemachten Entdeckung wurde uns bereits vor 14 Jahrhunderten mitgeteilt:
Wir legten dem Menschen Güte gegen seine Eltern an das Herz. Seine Mutter trug ihn von Schwäche zu Schwäche, und seine EntwöhungEntwöhnung dauert zwei Jahre. (Allah sagt:) „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Heimgang.“ (Quran, 31:14)

DIE EMBRYOLOGIE WIDERLEGT DIE EVOLUTIONSTHEORIE


Die Geburt ist ein Beweis für die Schöpfung, doch die Evolutionisten versuchen, sie zur Verteidigung ihrer Theorie zu deuten. Die Tatsache, dass bei der Entstehung eines neuen Menschen jede Entwicklungsstufe nach einem sehr feinen Plan abläuft, ist heute eine allgemein akzeptierte Tatsache in der Embryologie. Wie versuchen dann Evolutionisten diese Tatsache der Schöpfung in Bezug auf ihre Theorie zu interpretieren?
… Mein Herr umfasst alle Dinge mit Seinem Wissen. Wollt ihr euch denn nicht ermahnen lassen?
(Qur'an, 6: 80)

Ende des 19. Jahrhunderts stellte der Evolutionist Ernst Haeckel seine These „Die Ontogenese rekapituliert die Phylogenese“ auf. In dieser These behauptet Haeckel, dass lebende Embryos in der Entwicklung den Evolutionsprozess wiederholen, den ihre angeblichen Vorfahren durchliefen. Z. B. behauptete er, dass ein menschlicher Embryo im Mutterleib zunächst die Charakterzüge eines Fisches aufweist, dann die eines Reptils, und dass er sich schließlich in einen Menschen verwandelt.


Der Evolutionist Haeckel scheute sich nicht davor, Beweise zu fälschen. Doch die Wissenschaft entlarvte Haeckels falsche Zeichnungen als bloße Fantasiegebilde.
Vor kurzem wurde festgestellt, dass diese These nicht den Tatsachen entspricht. Die Kiemen, die angeblich in der ersten Phase eines menschlichen Embryos erscheinen, waren tatsächlich der Innenohrkanal und die Nebenschilddrüse und der Thymus. Der Teil des Embryos, der einem Eidotter ähnelte, war in Wirklichkeit der Sack, der für die Produktion des Blutes des Babys verantwortlich ist. Und der Teil, der als Schwanz betrachtet wurde, ist die menschliche Wirbelsäule.

Diese Fakten haben sich in der Welt der Wissenschaften heute durchgesetzt. Kurz nachdem Haeckel seine Theorie aufgestellt hatte, haben die Evolutionisten selbst anerkannt, dass diese Behauptung falsch sei. Zwei führende Neo-Darwinisten, George Gaylord Simpson und W. Beck haben die Fehlerhaftigkeit dieser Theorie akzeptiert.

Haeckel stellte die beteiligten Evolutionsprinzipien falsch dar. Es ist heute bekannt, dass bei der Ontogenese die Phylogenese nicht wiederholt wird. . G.G. Simpson, W. Beck, An Introduction to Biology, Harcourt Brace and World, New York, 1965, p. 241.

Die Gültigkeit von Haeckels Theorie wurde auch in der wissenschaftlichen Diskussion der 1920er Jahre abgelehnt. Danach wurde die Theorie in den 1950er Jahren vollständig aus den Fachbüchern herausgenommen. Keith S. Thomson, "Ontogeny and Phylogeny Recapitulated," American Scientist, vol. 76, May/June 1988, p. 273

Gefälschte Zeichnungen

Als Haeckel seine Theorie aufstellte, handelte er nicht entgegen der Tradition der Evolutionswissenschaftler. Er erstellte falsche Zeichnungen, um seine Ideen zu belegen. Auch wenn die Embryologie sich weiterentwickelt hat und es bekannt wurde, dass diese Zeichnungen Fälschungen sind, gab er an, er habe keinen anderen Weg eingeschlagen als seine Kollegen.

Nach diesem kompromittierenden Geständnis der ‘Fälschung’ soll ich verdammt sein, hätte ich nicht die Beruhigung, dass neben mir auf der Anklagebank hunderte Mitschuldige säßen, unter ihnen viele der vertrauensvollsten Forscher und geschätztesten Biologen. Die große Mehrheit aller Diagramme in den besten Biologiebüchern, Abhandlungen und Zeitschriften würden im gleichen Maße der ‚Fälschung‘ schuldig gesprochen, denn alle sind ungenau und mehr oder weniger bearbeitet, schematisiert und konstruiert. . Francis Hitching, The Neck of the Giraffe: Where Darwin Went Wrong, Ticknor and Fields, New York, 1982, p. 204

Aus diesem Geständnis können wir entnehmen, dass Haeckels Versuch, die Embryologie als Beweis für die Evolution zu verwenden, ganz ohne Grundlage und nichts weiter als Weismacherei war. Die Details des Wunders der menschlichen Entstehung, die wir in diesem Site beschrieben haben, so allgemein sie auch sein mögen, sind unwiderrufliche Beweise für die Wahrheit der Schöpfung.
In Haeckels gefälschten Zeichnungen werden Embryos verschiedener Lebewesen nebeneinander dargestellt. Dabei wurde der Eindruck vermittelt, dass zwischen ihnen eine Ähnlichkeit besteht. Um die Ähnlichkeit eines menschlichen Embryos mit dem eines Fisches zu zeigen, fügte Haeckel einige Teile hinzu und entfernte andere. Wie bei allen anderen Fälschungen durch Evolutionisten, war auch hier das Ziel, falsche Beweise für die Evolutionstheorie zu schaffen. Doch echte Fotos dieser Embryonen zeigen deutlich, dass Haeckels Zeichnungen falsch sind. Diese Fälschungen sind lediglich ein weiterer Beweis dafür, dass die Evolutionstheorie nur auf falschen Annahmen beruht.

SCHLUSSFOLGERUNG


Jeder Mensch gelangte als einfaches Spermium in den Leib seiner Mutter und vereinigte sich dort unter speziell geschaffenen Bedingungen mit einer Eizelle. Danach begann sein Leben als einzelne Zelle. Auch Sie haben diesen Prozess genau so wie Ihre Mutter, Ihr Vater, Ihre Brüder und Schwestern, Ihre Freunde und Bekannten und alle Menschen, die Sie kennen, durchlaufen. Nicht nur diejenigen, die heute leben, sondern Jeder, seit dem ersten Menschen bis zur heutigen Generation, hat diese wundervollen Stadien, die in diesem Site beschrieben werden, erlebt.

Haben sie denn nicht bei sich bedacht, dass Allah die Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist erschaffen hat – in Wahrheit und für eine bestimmte Frist? Doch viele Menschen glauben einfach nicht an die Begegnung mit ihrem Herrn! 
(Quran, 30:8)
Während der Monate, in denen der wachsende Embryo nicht die leiseste Ahnung von seiner Existenz hat, formt Gott seinen Körper und erschafft jeden einzelnen als ganzen Menschen aus einer einzigen Zelle. Es ist die Pflicht eines Jeden, der auf dieser Erde lebt, die Wahrheit zu bedenken …

Und es ist Ihre Aufgabe, darüber nachzudenken, wie Sie entstanden sind, und Allah, der Sie erschaffen hat, dafür zu danken.

Vergessen Sie nicht, dass der Herr, Der Ihren Körper einmal erschaffen hat, ihn, wenn Sie gestorben sind, am Tag der Abrechnung erneut erschaffen wird.

Dies ist ein Leichtes für Allah, Der unendliche Macht besitzt.

Dennoch sind diejenigen, die die Schöpfung vergessen und nicht an Allah und den Tag der Abrechnung glauben, äußerst achtlos. Im Quran bezieht sich Allah auf sie in folgender Weise:

Will der Mensch denn nicht wahrhaben, dass Wir ihn aus einem Samentropfen erschufen? Und siehe da, er hält sich für Unseren (kompetenten) Widersacher. Und er stellt mit Uns Vergleiche an und vergisst dabei, dass er selbst eine Schöpfung ist. Er spricht: „Wer belebt die Gebeine, wenn sie zerfallen sind?“ Sprich: „Leben wird ihnen Der wiedergeben, Welcher sie zum ersten Mal erschuf, denn Er kennt jegliche Schöpfung.“ (Quran, 36:77-79)