Die Umwandlung beginnt: Die drei Stadien des Babys im Bauch der Mutter
Wie wir gesehen haben, stellt jede Phase, von der Spermienbildung und der Eizellenentwicklung bis hin zur Vereinigung der beiden Zellen, ein wahres Wunder dar. Die Entwicklungen nach dieser Vereinigung und die aufwendigen Vorbereitungen, die im weiblichen Körper ablaufen, zeigen uns weitere wundervolle Vorgänge.
Sie schätzen Allah nicht in Seiner wahren Bedeutung ein. Seht, Allah ist wahrlich der Starke, der Mächtige.
(Quran, 22:74)
Innerhalb weniger Stunden nach der Befruchtung der Eizelle durch das Spermium, teilt sie sich und wächst. Heute wissen wir, dass das Baby im Bauch der Mutter drei Stadien der embryonalen Entwicklung durchläuft. Dieses Wissen, das erst durch langjährige Forschungsarbeiten und mithilfe modernster Technologie erlangt werden konnte, wurde bereits vor 1400 Jahren im Quran beschrieben. Wir finden die wissenschaftlichen Fakten in folgendem Vers:
... Er erschafft euch in den Schößen euerer Mütter, Schöpfung nach Schöpfung, durch drei Finsternisse. So ist Allah, euer Herr. Sein ist das Reich. Keinen Gott gibt es außer Ihm. Wie könnt ihr euch dann abwenden? (Quran, 39:6)
In diesem Vers werden drei unterschiedliche Stadien genannt, die der Mensch während seiner Entwicklung im Mutterleib durchläuft. Und tatsächlich hat die moderne Biologie herausgefunden, dass ein Baby im Mutterleib drei unterschiedliche Entwicklungsstadien durchläuft, genau wie es im Vers beschrieben wird. Dies gehört zum grundlegenden Wissen, das wir in allen Büchern zum Thema Embryologie finden, die heutzutage in medizinischen Fakultäten zur Pflichtlektüre gehören. Zum Beispiel wird in Basic Human Embryology (Grundlagen der menschlichen Embryologie), ein Standardwerk der Embryologie, folgendes gesagt:

Die Lebensphase in der Gebärmutter durchläuft drei Stadien: (i) das Keimzellenstadium: die ersten zweieinhalb Wochen; (ii) das Embryonalstadium: bis zum Ende der 8. Woche, und (iii) das Fötalstadium: von der 8. Woche bis zur Geburt. Williams P., Basic Human Embryology, 3rd ed., 1984, p. 64
Diese Phasen umfassen die verschiedenen Entwicklungsstufen des Babys. Die wesentlichen Merkmale dieser drei Entwicklungsstadien können folgendermaßen zusammengefasst werden:
- Keimzellenstadium: In dieser ersten Phase wächst die Zygote (die gerade befruchtete Eizelle), indem sie sich teilt. In den ersten drei Wochen gräbt sich der entstandene Zellklumpen in die Gebärmutterwand ein. Während sich die Zellen weiter teilen, formen sie drei Schichten.
- Embryonales Stadium: Das embryonale Stadium ist die zweite Phase, die fünfeinhalb Wochen dauert. In dieser Phase wird das Baby Embryo genannt. Es bilden sich die wichtigsten Organe und Systeme des Körpers aus den Zellschichten.
- Fötales Stadium: Ab diesem dritten Stadium der Schwangerschaft wird der Embryo als „Fötus“ bezeichnet. Diese Phase beginnt in der achten Woche der Schwangerschaft und dauert bis zur Geburt. In diesem Stadium sind Gesicht, Hände und Füße erkennbar und das Baby nimmt die Gestalt eines menschlichen Wesens an. Obgleich es nur 3 cm lang ist, sind alle Organe bereits angeordnet. Diese Phase dauert 30 Wochen bis zur Geburt.
Die drei Stadien, die wir hier kurz umrissen haben und die wundervollen Entwicklungen, die in jedem Stadium ablaufen, werden auf den folgenden Seiten näher beschrieben.
Die erste Zelle teilt sich
Die Zelle mit 46 Chromosomen, die sich aus der Vereinigung von Spermium und Eizelle gebildet hat, ist die erste Zelle eines neuen Menschen, der nach neun Monaten das Licht der Welt erblicken wird. Die allererste Zelle, die den gesamten Bauplan für den Körper enthält, wird „Zygote“ genannt.
Die erste Zellteilung geschieht in den ersten 24 Stunden nach der Vereinigung von Spermium und Eizelle. Die beiden neu entstandenen Zellen sind genau identisch. Und so beginnt der erste Tag der neun Monate dauernden Lebensphase im Mutterleib. Jetzt befindet sich nicht mehr nur eine, sondern zwei Zellen im Bauch der Mutter. Später werden aus diesen beiden Zellen vier Zellen, die sich immer weiter durch Zellteilung verdoppeln. Eldra Pearl Solomon, Linda R. Berg, Diana W. Martin, Claude V. Willee, Biology, 3rd ed., Saunders College Publishing, p. 1066
Die Zellen des Zellklumpens im Eileiter teilen sich weiter, wachsen und bewegen sich hin zu der Stelle, an der sie die nächsten neun Monate verbringen werden. Dieser Ort ist die Gebärmutter (Uterus).
Zu dieser Zeit werden in der Gebärmutter wichtige Vorbereitungen getroffen. Blut strömt in die Gebärmutter und macht sie stark und widerstandsfähig. Wie wir bereits beschrieben haben, wird das Corpus-Luteum (Gelbkörperhormon) in den Eierstöcken vermehrt ausgeschüttet und informiert den Körper über die beginnende Schwangerschaft. In der Zwischenzeit bewegt sich die Zygote mit Schwimmbewegungen zum Uterus und sendet dabei biochemische Signale mit der Nachricht: „Hier bin ich!“ Durch diese Meldung bereitet sich der Körper der Mutter vor und stellt das notwendige Salz, Eisen, Blut und die Vitamine bereit, die der Fötus benötigt. Gleichzeitig erreicht die von der Zygote ausgeschüttete biochemische Meldung (das hCG-Hormon) die Eierstöcke der Mutter und bewirkt die Ausschüttung eines weiteren Hormons, wodurch eine weitere Periode der Eireifung (menstruelle Periode) verhindert wird. Geraldine Lux Flanagan, Beginning Life, Dorling Kindersley, London, 1996, p. 28.
Die Zygote besteht immer noch aus nur wenigen Zellen. Die Tatsache, dass die Zygote weiß, wo sie sich befindet und sofort Signale sendet, die für die nächsten neun Monate entscheidend sind, ist schon sehr außergewöhnlich. Woher weiß sie, wem sie die Meldung schicken muss? Woher wissen die verschiedenen Organellen, die die Signale erhalten, dass diese von einem mikroskopisch kleinen Stück Fleisch stammen, das sie niemals zuvor gesehen haben, aber dem sie helfen, indem sie dessen Lebensumgebung vorbereiten.
Außerdem besteht das von der Zygote ausgeschüttete Hormon aus Molekülen. Woher wissen die Zellen, die diese Moleküle empfangen, was mit diesen Molekülen überhaupt beabsichtigt wird? Wenn ein Mensch eine Nachricht in einer Sprache erhält, die er versteht, so kann er sie lesen und verstehen und aus diesem Verständnis heraus Entscheidungen treffen. Aber in diesem Fall besteht die Nachricht aus einem Hormon, das aus einigen wenigen Molekülen besteht. Die Nachricht wird von einer Ansammlung von Zellen gesendet und eine etwas größere Ansammlung von Zellen ist der Empfänger. Es ist gewiss ein Wunder, dass Zellen Botschaften (Hormone) lesen und verstehen können, gerade so, wie ein Mensch eine Nachricht versteht, die er liest.
Und woher weiß die Zygote, welche Stoffe sie im Laufe ihres Wachstums benötigt?
Denken Sie z. B. an sich selbst. Was müssen Sie essen, damit Ihr Körper stark wird? Welche Mineralien müssen Sie zu sich nehmen? Das können Sie nur wissen, wenn Sie sich mit wissenschaftlichen Studien befassen, die auf diesem Gebiet durchgeführt wurden. Wie wirken Potassium, Phosphor und Kalzium in Ihrem Körper? Aus welchen Nahrungsmitteln erhalten Sie diese Stoffe? Wann sollten Sie diese Nahrungsmittel zu sich nehmen und wie viel davon? Dies sind Dinge, die Sie nicht wissen können, ohne einen Experten zu befragen. Sie, als denkende, sehende, intelligente und fühlende Person, mit der Fähigkeit zu sprechen, können diese Dinge nur erfahren, indem Sie sich Hilfe suchen. Dagegen weiß ein winziger Zellklumpen, was er braucht und dass es notwendig ist, dies zu produzieren. Er weiß, wer die Stoffe herstellen kann und dass ein Signal ausgesendet werden muss, um den Herstellungsprozess zu starten. Darüber hinaus weiß der Zellklumpen, obwohl er sich erst seit ein paar Tagen im Körper befindet, wie chemische Informationen gesendet werden und er setzt voraus, dass verschiedene Organe im Körper in der Lage sind, diese chemischen Informationen zu empfangen.
Natürlich kann man nicht behaupten, dass ein Zellklumpen diese außergewöhnlichen Informationen besitzt und aufgrund seines Wissens in der Lage ist zu planen. Es gibt eine höhere Macht, die die Zellen ihre wundervollen Funktionen ausführen lässt und sie auf eine Weise erschafft, die es ihnen ermöglicht, ihre Aufgaben zu erfüllen. Diese Macht gehört Allah, dem einzigen Herrscher der Himmel und der Erde. Als Beweis Seiner unendlichen Gewalt hat Allah mikroskopisch kleine, bewusstseinslose, lebende Zellen inspiriert, ihre komplizierte Aufgabe bis zur Perfektion auszuführen, und zwar in einer Weise, die das menschliche Gehirn niemals verstehen kann.
Der Zellklumpen bewegt sich
 Von außen sieht die Zellmasse, die sich durch Zellteilung entwickelt hat, wie ein Stück Fleisch aus.
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Der Zellklumpen bewegt sich zu einem sicheren Ort, der für ihn geschaffen wurde, und setzt dort seine Zellteilung fort. Alle 30 Stunden findet eine Teilung statt. Die Zellen verdoppeln sich exponentiell auf 2, 4, 8, 16 usw., bilden allmählich eine kleinere Klumpenform und bewegen sich langsam zusammen mit den erfolglosen Spermazellen vom Eileiter zur Gebärmutter.
Wenn man den Eileiter vergrößert und untersucht, was dort vor sich geht, so sieht es dort aus wie auf dem Grund des Ozeans. Der Zellklumpen setzt seinen Weg mithilfe der wellenartigen Bewegungen im Eileiter fort. Die Bewegung, die bei der Befruchtung der Eizelle mithalf, indem sie die Spermien zur Eizelle leitete, trägt diesmal die Eizelle zur Gebärmutter. Winzige Flimmerhärchen (Cilia) auf der Oberfläche der Eileiterzellen bewegen sich in die gleiche Richtung. Auf diese Weise tragen sie die Eizelle wie ein kostbares Objekt zu der Stelle, an die sie gelangen muss.
Alle Elemente arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin, als hätten sie einen Befehl von einer gemeinsamen Kommandozentrale erhalten. Diesen Befehl erhalten sehr unterschiedliche Körperbereiche und führen ihn aus.
 
Wenn wir die Bewegungen im Eileiter betrachten, scheint es, als befänden wir uns auf dem Grund des Ozeans. (kleine Abbildung) Die winzigen Härchen des Eileiters (oben) führen wellenartige Bewegungen aus, mit denen die Eizelle zur Gebärmutter geleitet wird.
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Während sich der Zellklumpen im Eileiter befindet, durchläuft er eine Reihe verschiedener Phasen der Teilung. Ein Klumpen von etwa 100 Zellen gelangt in die Gebärmutter. Doch um sich teilen zu können, benötigen die Zellen Nährstoffe. Diese Notwendigkeit kann als ein weiterer wichtiger Aspekt des Wunders der menschlichen Entwicklung betrachtet werden. Allah hat den Eileiter so erschaffen, dass er die Bedürfnisse der Zygote vollständig erfüllt. Im Eileiter wechseln sich Sekretionszellen mit den kleinen haarähnlichen Zellen ab. Die Sekretionszellen produzieren große Mengen an Sekreten, einschließlich organischer Moleküle, Ionen und Wasser zur Ernährung der Zygote. -Geraldine Lux Flanagan, Beginning Life, Dorling Kindersley, London, 1996, p. 38
„… die Gebärmutter nimmt an Größe zu und schützt den Embryo. Der Eileiter unternimmt alles Notwendige, um die Zellen zu ernähren …“ Bis hierher haben wir über das Gewebe und die Organe gesprochen, die den Zellklumpen, der sich aus der Vereinigung von Spermium und Eizelle entwickelt, schützen und alles Notwendige unternehmen, um ihn zu ernähren und den Empfang des Zellklumpens vorzubereiten. Wir dürfen hierbei nicht vergessen, dass die Organe und Gewebe selbst aus Zellen bestehen. Wie kann es also sein, dass eine Zelle die Bedürfnisse einer anderen Zelle spüren kann und genau zur richtigen Zeit die Veränderungen durchmacht, die notwendig sind, um sie zu ernähren und zu beschützen?
Wenn wir diese Frage betrachten, kommt uns als erstes in den Sinn, dass es eine Intelligenz geben muss, die die Zellen steuert. Niemand mit Verstand kann folgendes Märchen glauben: „Eines Tages begannen sich die Zellen zufällig zu verändern und waren danach irgendwie in der Lage, die nötigen Nährstoffe für die Zygote zu produzieren. Anschließend entschieden sie, diese wundervollen Ereignisse in allen Frauen durchzuführen.“ Es ist klar, dass jeder, der dies behauptet, ein Lügenmärchen erzählt. Die Vorbereitungen, die die Gebärmutter für die Unterbringung des Embryos trifft, und die besonderen Eigenschaften der Eileiter, die die notwendigen Nährstoffe für die Zygote bereit halten, sind Dinge, die nur durch die Allwissenheit Gottes geschehen können. Jedes dieser Ereignisse ist ein Beweis des Mitgefühls und der Gnade, die Allah für jedes Lebewesen Seiner perfekten Schöpfung hat.
Uterus: A Safe Haven Created for the Embryo

Die Gebärmutter ist ein hohles Muskelorgan, das etwa 50 Gramm wiegt. Im ursprünglichen Zustand ist sie sicher nicht groß genug für ein Baby. Daher muss die Gebärmutter sich verändern. Während der Schwangerschaft wächst die Gebärmutter stetig an, und erreicht ein Gewicht von 1100 Gramm am Ende der Schwangerschaft. Dank dieser Eigenschaft verfügt die Gebärmutter über die besten Bedingungen für das Wachstum und die Entwicklung der befruchteten Eizelle und für das Heranreifen eines vollständig geformten Menschen. Da sie sich außerdem genau in der Mitte der Beckenhöhle der Mutter befindet, ist das Baby während seiner Entwicklung sicher geschützt.1
Im Quran beschreibt Allah die schützende Eigenschaft des Mutterleibes und erinnert uns erneut an Seine Gnade gegenüber den Menschen:
Und wahrlich, Wir erschaffen den Menschen aus reinstem Ton. Dann setzen Wir ihn als Samentropfen an eine sichere Stätte. (Quran, 23:12-13)
1-Arthur C. Guyton, John E. Hall, Textbook of Medical Physiology, 10th ed., Harcourt International Ed., PA, 2000, p. 950
Der Zellklumpen setzt sich in der Gebärmutter fest
 Sprich: „Sollte ich einen anderen Herrn suchen als Allah, Welcher doch der Herr aller Dinge ist?“ Jede Seele belastet nur sich selbst. Und keine belastete (Seele) soll einer anderen Last tragen. Zu euerem Herrn ist schließlich euere Heimkehr, und dann wird Er euch wissen lassen, worüber ihr uneins wart. (Quran, 6:164))
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Damit die Schwangerschaft gesund verlaufen kann, muss der Zellklumpen einen geeigneten Platz finden, an dem er sich an der Gebärmutterwand festhält. Er muss sich einen Platz suchen, der ihm Schutz bietet und der die Geburt in neun Monaten erleichtert. Außerdem muss sich die Stelle in der Nähe der Blutgefäße der Mutter befinden, über die das Baby seine Nahrung erhält. Der beste Platz, der diese Voraussetzungen erfüllt, ist die Gebärmutterwand.
Der Zellklumpen, der sich vom Eileiter zur Gebärmutter hin bewegt, hat ein ganz bestimmtes Ziel. Er befindet sich 3 - 4 Tage im Eileiter. In dieser Zeit versucht er weder sich anzuklammern, noch sich niederzulassen. Er weiß, dass er außerhalb der Gebärmutter keine Stelle findet, an der er überleben kann, wenn er sich anklammert. Er bewegt sich zur Gebärmutter, wo er in der Gebärmutterwand einen Ort findet, an dem es zahlreiche Blutgefäße gibt und er sich einnisten kann. Wie ein Samen, der in der Erde sprießt und Wurzeln schlägt, so wächst der Zellklumpen nun weiter und gräbt sich tiefer in das Gewebe, das ihn mit Nährstoffen versorgt. Dort stellt er neue Kanäle zur Nährstoffaufnahme her.
Hier müssen wir uns über etwas klar werden. Es ist ein Wunder, dass der Zellklumpen in der Lage ist, den bestmöglichen Platz zu finden. In seinem Buch, Beginning Life, stellt G. Flanagan die Frage: „Wie trifft der Klumpen eine solch erstaunliche „zukunftsorientierte“ Auswahl?“
Der Punkt, auf den Flanagan hier hinweist, ist sehr wichtig. Um die Wichtigkeit zu verdeutlichen, betrachten Sie folgendes Beispiel: Stellen Sie sich ein Baby vor, das gerade anfängt zu laufen. Sie stellen dieses Baby in ein Gebäude, das Millionen Mal größer ist, als es selbst und das es niemals zuvor gesehen hat. Dann erwarten Sie, dass dieses Baby in diesem Gebäude den Raum mit der bestmöglichen Umgebung finden kann. Könnte ein kleines Baby so etwas schaffen? Sicherlich nicht. Wenn dies für ein Baby unmöglich ist, das noch nicht das Alter erreicht hat, in dem es seine geistigen Fähigkeiten benutzen kann, ohne Erfahrung oder Wissen, wie viel mehr ist es dann unmöglich für ein Stückchen Fleisch, das nur ein paar Zentimeter groß ist und sich in der Dunkelheit des Körpers bewegt, den besten, bequemsten und sichersten Ort zu finden?
Und dieser Zellklumpen ist noch nicht einmal ein menschliches Wesen. Denken Sie daran, dass wir hier von einem Stück Fleisch sprechen, das aus höchstens 100 Zellen besteht (im Moment) ohne Ohren, Augen, Gehirn, Hände oder Arme. Doch der Zellklumpen beweist ungewöhnliche Kenntnisse, nistet sich in der Gebärmutter ein, die für ihn der beste Ort ist.
Die Wunder der menschlichen Entwicklung enden aber auch hier nicht. In jeder Phase der Entstehung eines Menschen gibt es eine eindrucksvolle Kette wundervoller Vorgänge. Wir haben beschrieben, wie sich die befruchtete Eizelle teilt und wie sie ihren Platz für ihre weitere Entwicklung findet. An diesem Punkt stellt sich eine weitere Frage: Der Zellklumpen, der aus vollkommen identischen Zellen besteht, besitzt keinen speziellen Anker oder ein ähnliches Organ, mit dem er sich an einer Stelle festhalten könnte. Wie kann er sich also an der Gebärmutterwand festhalten?
Die Art und Weise, wie sich der Zellklumpen an die Wand der Gebärmutter klammert, ist Teil eines interessanten und äußerst komplexen Systems. Die Zellen der äußeren Schicht des Zellklumpens schütten ein Enzym aus, die so genannte Hyaluronidase. Dieses Enzym (wie wir bereits im Fall des Spermiums erwähnt hatten) ist in der Lage, die Säureschicht (hyaluronische Säure) im Gewebe der Gebärmutterwand anzugreifen. Auf diese Weise können die Zellen des Zellklumpens das Gebärmuttergewebe auflösen und in die Gebärmutter eindringen. Einige Zellen des Zellklumpens lösen die Zellen der Gebärmutter auf, dringen tiefer in sie ein und halten sich in der Wand fest.
Wie bereits erwähnt, ist die Tatsache, dass eine Zellmasse den bestmöglichen Platz finden kann und bestimmen kann, dass es notwendig ist, sich an diesem Platz festzuhalten, wirklich ganz erstaunlich. Durch sein Verhalten beweist diese winzige Ansammlung von Zellen die Fähigkeit, seine Bedürfnisse zu bestimmen und dementsprechend zu handeln. Und es ist noch erstaunlicher, dass die Zellen wissen, wie sie sich festklammern können und dass einige Zellen die besondere Fähigkeit haben, dies überhaupt zu tun. Sicher ist es unmöglich, dass diese Zellen durch ihre eigene Intelligenz und ihren eigenen Willen die hyaluronische Säure der Gebärmutterwand analysieren und das Hyaluronidase-Enzym ausschütten, das sie auflöst.
Wie wir bereits festgestellt haben, ist ein Mensch ohne besondere chemische Ausbildung hierzu nicht in der Lage. Dennoch verfügen einige Zellen über die notwendigen chemischen Informationen und produzieren, was sie für ihre weitere Existenz benötigen. Darüber hinaus geschieht dieser Vorgang nicht nur ein einziges Mal, sondern bei jedem Menschen, der existiert bzw. existiert hat.
Wir erkennen in dem, was wir bisher beschrieben haben, nämlich die Entstehung des Zellklumpens, aus dem sich später der Embryo entwickelt und die Veränderung der Zellen, die ihn beschützen, einen bestimmten und bewussten Plan. Genau zur richtigen Zeit durchlaufen die Zellen des Eileiters eine Veränderung und genau zur richtigen Zeit beginnen die Zellen, die die äußere Oberfläche des Zellklumpens bilden, ein Enzym (Hyaluronidase) auszuschütten. Dieser bewusste Plan zeigt, dass die Funktionen, die im menschlichen Körper ablaufen, von einer höheren Intelligenz gesteuert werden.
Er ist es, Der euch in den Mutterschößen bildet, wie Er will. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Erhabenen, dem Weisen! (Quran, 3:6)
Zellen mit unterschiedlichen Funktionen
Am achten Tag beginnen die Zellen, sich unterschiedlich zu entwickeln und bilden zwei Gruppierungen, eine innere und eine äußere. Die innere Zellmasse (Embryoblast) bildet die Zellen, die der Embryo sein ganzes Leben lang besitzen wird. Die äußeren Zellen (Trophoblast) bilden die Zellen, die dem Menschen während seines Daseins im Mutterleib bis zur Geburt helfen.
Das Anklammern des Embryos in der Gebärmutter wird im Quran beschrieben
Wenn wir die Verse im Quran betrachten, die das Einnisten des Embryos in der Gebärmutter beschreiben, erkennen wir eines der größten Wunder des Quran. Allah verwendet das arabische Wort „alaq“, wenn Er im Quran über das Einnisten des Embryos in der Gebärmutter und seinen Entwicklungsbeginn spricht:
Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf – Erschuf den Menschen aus einem sich Anklammernden. Lies! Denn dein Herr ist gütig. (Quran, 96:1-3)
Das arabische Wort „alaq“ bedeutet „etwas, das sich anklammert, eine blutegelartige Substanz“. Der Quran wurde vor 1400 Jahren gesandt und die Tatsache, dass Gott genau dieses Wort für die Beschreibung des Embryos im Mutterleib verwendet, ist eines seiner Wunder. Die Tatsache, dass dieses Wissen, das wissenschaftlich zu dieser Zeit noch nicht bekannt sein konnte, seit Jahrhunderten bereits im Quran steht, bestätigt erneut, das er die Offenbarung Allahs ist, dem Herrn aller Welten.
Das erste Bild zeigt einen eine Woche alten Zellklumpen, der nach einem Platz in der Gebärmutter sucht. Nachdem er eine geeignete Stelle gefunden hat, lost der Zellklumpen das Gewebe der Gebärmutterwand auf und nistet sich ein. (2 - 3) Der Embryo klammert sich sicher an der Gebärmutterwand fest und beginnt, Sauerstoff und andere Nährstoffe, die er braucht, über die Gebärmutterwand aufzunehmen. (4)
Die innere Zellmasse trennt sich von der äußeren Gruppe, die der ersten Gruppe neun Monate lang dient. Der Zwischenbereich wird zur Nabelschnur, die sich später entwickelt und die Verbindung zwischen Embryo und Plazenta herstellt.
Etwa gleichzeitig mit der Entwicklung der Plazenta wird die innere Zellmasse flacher und bildet drei Zellschichten in der so genannten „Keimscheibe“. Die drei Zellschichten werden Ektoderm, Mesoderm und Endoderm genannt. Während der Differenzierung bewegen sich Zellen aus jeder Schicht zu bestimmten Bereichen der Keimscheibe und klappen zusammen, um Röhren oder Klumpen zu bilden. Diese Röhren und Klumpen entwickeln sich zu verschiedenen Geweben und Körperorganen. -Gerard J. Tortora, Introduction to the Human Body: Essentials of Anatomy & Physiology, p. 556
Alle ca. 200 Zellarten des menschlichen Körpers entwickeln sich aus den Stammzellen. (1) Identische Stammzellen entwickeln sich plötzlich unterschiedlich. Durch diese Differenzierung wird das Körpergewebe aus den Stammzellen gebildet. Energieliefernde Fettzellen (2), wundheilende Zellen (3) und Blutgefäßzellen (4) sind nur einige dieser Gewebearten.
Zellen der äußersten Schicht, dem Ektoderm, bilden das Gehirn, das Rückenmark, die Sinnesorgane und die Augenlinse. Darüber hinaus bildet sich aus dieser Schicht die Epidermis, die Schweißdrüsen, der Zahnschmelz, Haare und Nägel. Die innerste Schicht des Embryos (Endoderm) ist für die Entwicklung der Organe des Verdauungs- und Atmungssystems (Leber, Lungen, Bauchspeicheldrüse usw.) und die entsprechenden Drüsen (Schilddrüse, Thymus usw.) verantwortlich. Die dritte Schicht (Mesoderm) bildet sich zwischen den beiden anderen Schichten. Aus dieser Schicht werden Herz, Muskeln, Knochen, Sehnen, Nieren, Drüsen, Blutgefäße und Fortpflanzungsorgane geformt. Außerdem bilden sich aus dieser Schicht die Lymphgefäße und das Epithel (Oberfläche, Gewebe), das die innersten und äußersten Oberflächen des Körpers und seiner Organe bedeckt. Alle Zellen der Körpergewebe bilden sich aus den Stammzellen, die sich aus einer dieser Schichten entwickeln.